Ach, du schöne Adventszeit!

Jedes Jahr denke ich im November, dass ich gar nicht in Weihnachtsstimmung bin. Jedes Jahr kurz vor dem ersten Advent ist es dann zuverlässig doch soweit. Woran liegt das? Ich glaube, das liegt daran, dass wir dann schöne Dinge für unsere Läden aussuchen, dass ich eine Weihnachtsmesse besucht habe, dass im Kindergarten bei Leo ein adventlicher Elternabend stattfindet.

Langsam aber sicher fühle ich mich dann doch besinnlich und voller Vorfreude. Ich liebe es die tollen Produkte aus den Kartons zu packen und ins Regal zu räumen, damit ihr sie kaufen könnt. Wir suchen einfach immer nur das aus, was uns selbst am besten gefällt. Es ist wie Weihnachtsgeschenke zu besorgen, für die Menschen die uns am Herzen liegen.

Unsere Heimathaven Vorweihnachtszeit

Ich habe das Gefühl, dass viele Gastronomen und Einzelhändler die Vorweihnachtszeit nicht mögen. Es ist stressig, die Menschen drängen sich mit ihren nassen Mänteln in die Läden, sie haben keine Zeit und wollen alles auf einmal. In der Regel stört mich/ uns das nicht. Im Gegenteil, wir freuen uns, dass ihr an uns denkt, wenn ihr auf der Suche nach Geschenken seid oder einfach eine Pause bei einem Espresso von eurer Shoppingtour braucht.

Wir planen dann auch unsere Weihnachtsfeier. Diese findet allerdings jedes Jahr erst im Januar statt. Das ist für uns alle entspannter. Es geht uns dabei hauptsächlich darum, uns bei unserem Team zu bedanken und gemeinsam mit ihnen einen tollen Abend zu verbringen, an dem wir es uns gut gehen lassen.

An allen anderen Tagen stehen wir dann glücklich in den Läden und freuen uns wenn euch gefällt, was wir für euch ausgesucht haben.

Unsere Dekoration halten wir, wie auch den Rest des Jahres eher schlicht. Wir lieben unserer Stanniol Weihnachtsmänner, die in so tollen Farben daher kommen, dass man nie weiß welche man denn nun kaufen soll. Für uns stehen immer unsere Feinkostprodukte im Vordergrund. Wir achten sehr auf das Design und so ist jede Flasche, jede Tafel Schokolade und jedes Glas schon genug Dekoration.

Unsere ganz persönliche Vorweihnachtszeit

Auch privat liebe ich die Vorweihnachtszeit. Meistens. Na klar, es ist stressig und oft nicht besonders besinnlich, wenn die Kinder die Dekoration zerdeppern oder nach dem Kekse backen eigentlich die Wohnung renoviert werden müsste. Wunschzettel schreiben, macht mit fünfjährigen auch keinen Spaß, weil einfach alles gewünscht wird.

Ja, man muss wirklich aufpassen, dass man vor lauter Besinnlichkeit kein burn out bekommt. Ich versuche es hier mit kleinen Dingen, die sich leicht integrieren lassen:

  • Weihnachtsbücher rausholen und vorlesen (die gibt’s bei uns wirklich erst ab dem 1. Advent)- unser Favorit: Tomte Tumetott
  • Kekse backen (trotz Sauerei)
  • nach einem Spaziergang/ Spielplatzbesuch  rein kommen, bei einem Fußbad mit einer Goldmilch wieder aufwärmen, dabei gern eine Geschichte lesen
  • Zum Frühstück die Adventskerzen anzünden
  • Räuchermännchen anzünden
  • Weihnachtshörspiele hören
  • Adventskalender auspacken, in unserem Adventskalender Buch lesen (uralt, mit Gedichten und Liedern für jeden Tag)
  • Weihnachtsbaum kaufen (immer am dritten Adventswochenende  auf einem kleinen Weihnachtsmarkt eines Bauernhofes)

Bei uns zu Hause habe ich oft einfach nicht die Muße zu viel Dekoration. Es gibt einen selbstgemachten Adventskranz, den Adventskalender, unser Jahreszeitentisch (der eigentlich ein Tablett ist) wird weihnachtlich bestückt und es gibt mehr Kerzen als sonst. Ich mag natürliche Dinge lieber, die einfach so schön sind. Mandarinen und Nüsse zum Beispiel, selbstgemachte Zimtsterne, Lebkuchen. Sie werden dann einfach mit auf den Tisch gestellt- essbare Dekoration.

Ich kaufe auch wirklich wenig Dekokram nach. Jedes Jahr kaufe ich neue Kerzen für den Kranz und einen besonderen Anhänger für den Weihnachtsbaum. Wir kaufen seit fünf Jahren einen Anhänger, der das vergangene Jahr symbolisiert. So war der erste Anhänger ein Baby Junge, weil Leo geboren wurde. Und in diesem Jahr? Was wird es da wohl werden? Ein Baby Mädchen für Carlottas Geburt.

Direkt nach Weihnachten habe ich dann meistens auch die Nase voll von dem Dekokram und ich würde am liebsten alles wieder in seine dunkle Ecke verbannen. Im nächsten November, kurz vor dem ersten Advent, geht das Spiel dann wieder von vorne los und ich freue mich darüber.

 

In der Weihnachtsbäckerei…

Eins sei noch erwähnt: mit dem wunderschönen, ehemaligen Kolonialwarenladen Holtorf haben wir nicht nur die Ladeneinrichtung “geerbt” sondern auch einige fast vergessene Spezialitäten:

Frisches Orangeat und Succade:

Orangeat sind die Schalen von Bitterorangen (Pomeranzen), welche kandiert werden.

Succade oder auch Zitronat sind kandierte Zitronenschalen.

Meistens kennt man dies in kleinen Würfeln, welche man im Supermarkt kaufen kann. Erst durch unsere Holtorf “Übernahme” habe ich gelernt, welche Qualitätsunterschiede es gibt! Unsere Succade, unser Orangeat sind ganze Früchte bzw. Schalen. Ihr könnt sie Grammweise bei uns kaufen und euch frisch schneiden.

Was macht man damit?

Klassisches Weihnachtsgebäck backen- Lebkuchen, Stollen, Früchtebrot….

Ich muss zugeben, mein erster Backversuch in diesem Jahr ist schief gegangen. Es sollte ein saftiger Lebkuchen werden, um ein Lebkuchenhaus zu bauen. Leider war der Teig nach dem Backen sehr hart und der Geschmack war nicht der beste. Ich übe weiter, suche fleißig nach guten Rezepten. Sollte ich fündig werden, gibt es einen Beitrag dazu.

Wer gute Lebkuchen oder Stollenrezepte hat, darf sie uns gern zukommen lassen!

 

Autor: Nadine

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Nachhaltiger Adventskalender 2018

In unseren Heimathäven haben wir sooo schöne Adventskalender. Mit Pralinen, mit Bier, mit Gin, mit Schokolade. Da wir an der Quelle sitzen, könnte man meinen, wir würden uns einfach einen Kalender mit nach Hause nehmen. Oder vier. Einen für Sascha, einen für Leo, einen für mich. Und Carlotta? Sie braucht dieses Jahr noch keinen- merkt es ja auch noch nicht.

 

Nein, wir machen es in diesem Jahr anders. Ich habe mir für die Zukunft vorgenommen deutlich nachhaltiger zu werden. Das wird sich auf viele Bereiche unseres (Arbeits-)Lebens auswirken. Und ein Teil davon sind eben Adventskalender. Viele von euch befüllen ihre Adventskalender schon lange selber. Das mache ich in diesem Jahr auch das erste Mal.

Ist selbstgemacht immer besser?

Im letzten Jahr habe ich aus Zeitnot für Leo einen Spielzeug Adventskalender gekauft. Den fand er auch klasse- logisch. Ich schäme mich ein bisschen. Wenn ich wirklich gewollt hätte, hätte ich ihm einen liebevolleren Kalender schenken können. Damit will ich nicht sagen, dass es immer schlecht ist, Kalender zu kaufen. Auf keinen Fall, sonst hätten wir im Laden keine für euch.

Wir wissen um die Zeitnot die viele von euch haben. Und selbstgemacht ist nicht automatisch besser. Unsere Kalender stammen alle aus kleinen Manufakturen- da hat sich jemand anders eben viel Mühe gegeben, um euch eine Freude zu machen.

Zurück zu meinem privaten Adventskalender in diesem Jahr. Ich habe Säckchen genäht. Es sollten ursprünglich drei Kalender werden- für alle meine Lieben. Mir ist da beim Zuschneiden jedoch ein Malheur passiert. Ich habe mich verzählt. Ich hätte pro Kalender 48 Stückchen Stoff haben müssen. Habe aber jeweils nur 24 zugeschnitten. Und mich noch gewundert, warum so viel Stoff  übrig bleibt… Gemerkt habe ich meinen Fehler erst beim zusammen Nähen. Da habe ich zwei Abende an der Nähmaschine verbracht, war so froh endlich alle Teile vernäht zu haben, zähle durch- und dann das. Nur 48 Säckchen fertig.

Die Säckchen habe ich in drei Größen vorbereitet. Es gibt viele Ideen und Anleitungen wie man selbst Kalender basteln kann, die meisten sind aber zu klein für die Füllungen die mir vorschweben.

Carlotta sollte in diesem Jahr keinen Kalender bekommen- die Säckchen sollten aber schon mal fertig sein fürs nächste Jahr.

Sascha? Der muss dieses Jahr verzichten, ich bin unkreativ was seine Füllung angeht. Ja, ja wir haben den Laden voll mit tollen Leckereien- aber das ist für ihn ja nichts Neues. Hat er alles schon probiert, ist ja klar.

Bleibt noch Leo. Der Glückspilz.

Ideen Adventskalenderfüllungen für 5 Jährige 

  • Tatoos
  • Badeschaum (noch nachhaltiger als meine Tütchen wären Badekugeln ohne Verpackung, oder selbstgemachte)
  • eine beklebte Streichholzschachtel mit einem schönen Stein drin (Leo liebt seine “Edelsteine”)
  • Besondere Weihnachtssüßigkeiten (die kommen tatsächlich aus unserem Laden)
  • kleines Knusperhäuschen aus Butterkeksen gebaut
  • “Schneckenbänder” (gehäkelte Bänder- zum aufrollen, anbinden, festbinden….)
  • Dochtwolle (auch zum basteln, anbinden oder was einem sonst so einfällt)
  • kleines Schleichtier
  • gute Buntstifte (auf mehrere Säckchen aufgeteilt)
  • Zauberblock
  • schöner Luftballon
  • Haarspangen
  • Zopfgummis
  • Knete

Ich bin gespannt wie es Leo gefällt.

Wir wünschen euch eine schöne Vorweihnachtszeit!

 

Autor: Nadine Niebank

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Fisch & Feines oder wie wir Selbstständigkeit mit Familienleben unter einen Hut bekommen

Am letzten Wochenende waren wir auf der Fisch und Feines Messe in Bremen. Wir, das ist Sascha mit Holtorfs Heimathaven und den Bremer Stadtfabrikanten. Die Bremer Stadfabrikanten sind ein Verein kleiner Bremer Manufakturen. Gegründet erst in diesem Jahr treten wir gemeinsam auf, um auf die tollen Dinge aufmerksam zu machen, die wir alle mit Liebe und Leidenschaft herstellen.

Auf der Fisch und Feines, dreht sich, wie der Name schon sagt, alles um Fisch und Feine Sachen- Delikatessen, Spirituosen, Liköre, Wein und so weiter. Da passen wir gut rein! Es gab einen großen Stand, den wir uns mit den Bremer Stadtfabrikanten geteilt haben. Dort waren vertreten Lebkuchen von Mahnke und Coldewey, Cross Coffee, Eis von Fiev Sinn, my Cup of tea, Hof Pleus, Hinterhofhonig, Yummy Organics, Die Gewürznuss, Komodo Coffee, Mit Nig, J`s Limonade, Nork, Piekfeine Brände und die Union Brauerei. Ich hoffe ich habe niemanden vergessen, so viele sind wir geworden!

Sascha hat, am Samstag Vormittag, sogar mit Unterstützung von Leo, unsere Fruchtaufstriche und die Karamellcreme probieren lassen und auch verkauft.

               

Bei vielen Veranstaltungen und Events läuft die Planung oft “so nebenbei”. Neben den restlichen tausend Dingen, die wir planen und organisieren müssen. Am Montag hatte Leo Geburtstag. Das kam zu all den Aufgaben unseres Tagesgeschäftes nun noch oben drauf. Ich frage mich manchmal wirklich, wie wir das alles schaffen. Mein Tag beginnt zwischen 5:00 Uhr und 6:00 Uhr morgens und ist trotzdem meistens zu kurz.

Ich arbeite derzeit viel von zu Hause, da Carlotta einfach noch zu klein ist um den ganzen Tag bei der Oma zu bleiben. Somit nutze ich vormittags und Abends jedes Zeitfenster um ein paar Aufgaben abzuarbeiten. Nachmittags ist für mich Mama sein und Kinderzeit angesagt. Sascha ist dafür den lieben langen Tag unterwegs. In den Läden, in Meetings, auf Veranstaltungen. Es gibt Tage an denen sehen wir uns nur morgens auf einen Kaffee und dann den Tag über gar nicht mehr.

Wenn wir beide nicht so sehr lieben würden was wir tun, könnte man das wahrscheinlich nur schwer aushalten. Im Oktober waren wir dann eine Woche im Familienurlaub und das hat uns auch wirklich gut getan.

Wir haben viel unseren Teams in den Läden zu verdanken. Ohne sie wären wir nicht da wo wir heute sind. Ohne sie würde es Heimathaven gar nicht geben. Einen Gastronomiebetrieb ohne Mitarbeiter funktioniert für mich gar nicht. Natürlich standen wir in der Anfangszeit deutlich mehr selbst im Laden als heute. Aber jeder Samstag wäre für uns allein schon ein Genickbruch gewesen. Wir haben von Anfang an unser Team aufgebaut- manche sind sogar bis heute noch bei uns. Vom ersten Tag an.

Wie organisieren wir das alles? Ohne unsere Kalender sind wir aufgeschmissen. Sascha hat eine Kalenderapp. Ich bin da konservativer und nutze einen Kalender aus Papier in dem ich rumkritzeln kann. Eine deutliche Zeitersparnis als #workingmom ist der Rewe Lieferservice. Mit zwei Kindern einkaufen zu gehen ist mir einfach zu anstrengend und raubt einfach nur Energie und Zeit.

Leo geht in den Kindergarten. Meine Mutter betreut Carlotta demnächst einen Vormittag pro Woche. Ab Februar dann 2-3 Vormittage. Familie in der Nachbarschaft ist eine unglaubliche Hilfe. Nicht nur zur Betreuung, sondern auch wenn bei mir mal die Nerven blank liegen und ich jemanden zum trösten und reden brauche.

Niemand hat gesagt dass es leicht ist. Das muss es auch nicht. Es ist genau so gut wie es ist. Wir sind glücklich, lieben unser volles Leben. Ich möchte mit niemandem tauschen wollen- im Gegenteil- ich würde immer wieder alles genauso machen wie jetzt. Ich liebe unsere Familie und ich liebe Heimathaven.

Ich versuche dem Chaos zu Hause durch eine morgendliche und abendliche kurze Aufräumrunde Herr zu werden. Und, der beste Tipp: Einfach mal locker bleiben! Das musste ich erst lernen. Als Leo ein Baby war, war ich pingeliger mit allem und habe mich gestresst. Heute? Lasse ich die Wäscheberge einfach im Gästezimmer liegen. Tür zu- Ruhe ist.

Wichtig ist es Prioritäten zu setzen. An erster Stelle kommt für mich immer die Familie/ die Kinder. Platz zwei ist unser Unternehmen. Vor Haushalt und Wäsche kommen dann noch unsere Freunde oder auch mal eine Auszeit. Ohne Pausen und ruhige Momente kommen wir auch mit Heimathaven nicht weiter. Meine besten Ideen kommen mir tatsächlich beim Spazierengehen oder an einem schönen Abend mit Sascha- Rotwein hilft (fast) immer!

Da streiche ich dann das frühe Aufstehen, weil ein durchgequatschter Abend zu Zweit mehr Wert ist. Uns kommen Ideen, die Gedanken lassen wir frei, spinnen rum. Durch genau solche Abende kam uns der Gedanke zur Selbstständigkeit. Wir sprechen über neue Produkte, über unsere Zukunft, über unser Team, reflektieren uns selbst.

Manchmal werden wir gefragt, ob es denn nicht blöd sei immer nur über “unsere Arbeit” zu reden. Auf keinen Fall! Es ist nicht “unsere Arbeit”- es ist unser Leben! #dowhatyoulove

 

Autor: Nadine

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#dickbetrunkenundglücklich

Jetzt ist Schluss mit der Selbstoptimierung! Ein Besuch bei uns (online oder offline) macht euch glücklich!

Unter Über uns könnt ihr unsere Geschichte nachlesen. In diesem Beitrag möchte ich euch erzählen, warum wir Heimathaven gegründet haben. Inspiration unsere Philosophie so aufzubereiten, gab mir das Buch “Big 5 for life” von John Strelecky. Ich möchte hier nicht näher auf das Buch eingehen, jedoch geht es darum sich bewusst zu machen warum man da ist. Als Mensch und auch als Unternehmen.

Wir wollen unsere Gäste #dickbetrunkenundglücklich machen!

Unsere Heimathaven Philosophie:

  • Wir möchten eine gute Ökobilanz haben und Nachhaltig sein (biologische Verpackungen ohne Plastik, kaum Mitarbeiterfluktuation, biologische Reinigungsmittel, regionale Ware, Produkte aus kleinen Manufakturen- die ebenso handeln wie wir)
  • Wir leben und verbinden Traditionelles mit der Zukunft (klassische Gastronomie/ klassischer Einzelhandel mit der digitalen Welt)
  • Inspiration sein für unsere Gäste, unser Team und unsere Partner, wir sind Lebensfreude Erfüller
  • Die Welt ein kleines Stückchen besser machen- Wertschätzung für unsere Produkte, Gäste und Mitarbeiter
  • Gemeinsam stark sein, Gemeinschaft fordern und fördern

 

 

Das war unser erstes Foto. Aufgenommen von einem guten Freund in unserem Garten, vor gut dreieinhalb Jahren. Kurz zuvor kündigten wir unsere unbefristeten Arbeitsverträge. Das war ein seltsames Gefühl. Leo war da gerade mal ein Jahr alt. Was für eine Verantwortung! Wir sind und waren damals mutig. Mut braucht man um sich Selbstständig zu machen, um Unternehmer zu werden. Auch uns wurde einiges an Skepsis entgegen gebracht. Mittlerweile ist Skepsis dem Stolz gewichen.

Wir stecken all unsere Liebe in Heimathaven. Wir erschaffen einen Haven, an dem Manufakturprodukte eine neue Heimat finden. Es gibt noch so viel für uns tun! Unsere Köpfe und Notizbücher stecken voller Ideen, die umgesetzt werden wollen. Immer wieder entdecken wir neue Delikatessen, die wir in unseren Läden anbieten möchten.

Stets suchen wir immer nur das aus, was uns persönlich gefällt. Es gibt kein Produkt, hinter dem wir nicht stehen. Wäre ja auch schön blöd, oder? Immerhin haben wir den Schritt ins eigene Unternehmen gewagt, um euch zu zeigen wie toll und bunt die Welt außerhalb der großen Handelskonzerne ist. Und so gibt es eben nur das was uns gefällt.

Oft habe ich das Gefühl, noch ganz am Anfang zu stehen, obwohl schon drei Jahre hinter uns liegen. Das ist es wohl, was es ausmacht, das zu tun, was glücklich macht. Immer wieder Neues entdecken und nicht still zu stehen. Das motiviert und bewegt uns.

Wir freuen uns, dass ihr uns begleitet, auf unserer Reise ins Glück!

 

 

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Der Herbst ist da!

Der Herbst ist da. Das ist mir am letzten Wochenende besonders aufgefallen. Wir waren zum dritten Mal bei der Landpartie Gut Horn in Wiefelstede (nähe Oldenburg).

Wir lieben die Atmosphäre dort sehr, Wenn ich an Gut Horn denke, denke ich an Pferdeweiden, Kastanienalleen mit Kopfsteinpflaster und eine tiefliegende Herbstsonne, die alles in goldenes Licht hüllt. Wenn wir morgens kamen um unsere Pagode startklar zu machen, war die Luft stets frisch und kühl und der Boden noch feucht vom Nebel. Das weiße Herrenhaus zieht den Blick magisch an und ich träume von romantischen Hochzeiten in der Orangerie…

In diesem Jahr war es ähnlich, leider spielte das Wetter nicht mit wie gewünscht. Es war windig bis stürmisch und am Sonntag regnete es Bindfäden.

Wir haben uns auf unsere Eigenmarken fokussiert und den Charme des alten Kolonialwarenladens aufleben lassen. Ein wenig rustikaler zwar, aber gut. Es erklang dieselbe Musik wie im Geschäft in Bremen- Chansons und Musik aus den 20er und 30er Jahren.

Es gab das klassische Holtorf Müsli nach uraltem Rezept, unsere hausgemachte Karamellcreme, Gewürze in den hübschen Porzellantöpfen und zum ersten Mal unseren eigenen Tee! Wir arbeiten an unserem Tee schon eine gefühlte Ewigkeit. Der Tag ist einfach immer zu kurz, vor allem wenn man noch zwei kleine Kinder hat.

Wir haben Anfang des Jahres Teeproben geordert, verkostet und bewertet und unsere Top 22 zusammengestellt. In Zusammenarbeit mit unserem Grafikerhaben wir Etiketten erstellt, die ich sehr liebe. Das Muster ist das Muster der Bodenfliesen aus unserem Laden. Sie sind noch original von 1910 und stammen von Villeroy und Boch. Wir haben uns Namen für die Tees ausgedacht. Sie verkörpern all das, was wir mögen. Schöne alte Worte, unsere Kinder, Fünf- Uhr Tee. Hach, wie kann eine Tasse Tee das Leben doch bereichern. Ich bin wirklich verliebt in das was wir geschaffen haben.

Letzte Woche haben wir an drei Abenden jede Dose von Hand mit unseren Etiketten beklebt. Pro Dose sind es drei Stück. Das war ein schönes Stück Arbeit, ich mochte es dennoch. Endlich mal drei Abende, die Sascha und ich gemeinsam für uns hatten. In Ruhe ein paar Dinge besprechen und einfach mal wieder quatschen. Da fühlte sich das Ganze gar nicht mehr wie Arbeit an. Obwohl ich sagen muss, dass sich vieles was wir tun, nicht wie Arbeit anfühlt. Sondern einfach nach Liebe und Spaß.

Aber zurück zur Landpartie und unserem herbstlichen Wochenende. Ich habe die Landpartie eher “privat” besucht, wenn man das als Selbstständige so sagen kann. Ich habe nicht vor Ort gearbeitet, das hat Sascha übernommen. Ich bin derzeit noch viel mit den Kindern und meinem Home Office eingebunden.

Ich packte die Kinder und mich also wetterfest ein und wir fuhren nach Gut Horn. Im Schlepptau hatte ich noch meine Schwester mit ihren Jungs, meine Mutter und meine Oma. Vier Mädels und vier Kinder. Wir sahen uns all die schönen Dinge an die es dort gab. Gönnten uns ein Glas Champagner und einen fantastischen Wildburger von Herrlich Essen. 

Später gab es den obligatorischen Cappuccino von Käthe Kaffee und noch eine leckere Kürbissuppe von den Geschmacksträgern.

Mit dem Wetter hatten wir dann tatsächlich Glück. Wir saßen draußen und genossen den Tag. Ich finde, Landpartien sind nicht besonders gut für kleine Kinder geeignet. Schon gar nicht für wilde, kleine Jungs. Umso schöner war es, dass es dort viele Apfel- und Kastanienbäume gab. Die Jungs haben zwei Taschen voll Kastanien gesammelt, die heute noch zu Ketten verarbeitet werden wollen. Leo ist ein großer Apfel Liebhaber und hat sich die Taschen mit  Äpfeln voll gemacht.

Wir haben den ganzen Nachmittag dort verbracht und die Kinder sind zu Hause erschöpft eingeschlafen.

Am Sonntag gab es wieder einen Ausflug. Dieses Mal zum Kürbisfest nach Ohlenstedt. Die gleiche Konstellation wie am Freitag. Aber das Kürbisfest ist auch etwas für die Kleinen. Es gab ein Zelt wo sie sich mit den Pfadfindern Stockbrot machen konnten, einen großen Sandhügel zum draufklettern (Leos Paradies) und einen Stall mit Stroh und Heu zum toben und wild sein.

Auch da haben wir wieder eine Kürbissuppe gegessen- was auch sonst? Außerdem kann man (natürlich) allerlei Kürbisse kaufen. Bekannte und Unbekannte. Alle stets mit Ideen und Tipps zur Zubereitung. Ich habe zwei Stück gekauft. Mandarin Mini Pumpkin, den man einfach in Scheiben schneidet und brät, wie Bratkartoffeln. Und den Bananas- er soll süß sein und Babys sehr gut schmecken. Wir haben nämlich eine kleine Feinschmeckerin zu Hause, die nicht alles mag.

Nun ist also wirklich der Herbst da. Mit Regen und Wind, mit Kürbissen und Laub. Ich freue mich auf die dunkle Jahreszeit. Es wird Zeit für Kerzen und Gemütlichkeit.

 

 

Geschrieben von Nadine

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