Jahresrückblick 2018

Schon wieder ist ein Jahr vergangen. Für uns definitiv ein Jahr voller Ereignisse. Geht es nur mir so, oder seid ihr zwischen den Feiertagen auch immer ein wenig ruhiger und nachdenklicher? Es ist jedes Jahr ein wenig so, als würde die Welt angehalten um sich dann langsamer zu drehen als zuvor. Dieser Effekt hält leider nur bis zum Beginn des neuen Jahres an.

Januar

Von Jahresplanungen und Weihnachtsfeiern

Der Januar war bei mir voll mit selbst gesetzten Deadlines. Ich war in der 36. Woche schwanger und wusste, dass ich nur noch bis zur Entbindung Zeit habe um einige wichtige Dinge abzuschließen. Gedanklich hatte ich das ganze Jahr 2018 für mich abgehakt. Mit Baby und Kindergartenkind würde es eng werden. Umso dankbarer bin ich, dass dieses Jahr so gut für uns verlaufen ist. Ich konnte nach ein paar Wochen beginnen von zu Hause aus zu arbeiten, im Sommer war ich regelmäßig in Oldenburg und habe zumindest ein paar Gespräche geführt und nach dem Rechten geschaut.

Zwei wichtige Termine finden außerdem im Januar statt: die Jahresplanung für Heimathaven- Sascha und ich nehmen uns einen Tag Zeit um zu reflektieren, das letzte Jahr Revue passieren lassen, von der Zukunft zu träumen. Wir haben uns dafür entschieden uns nicht zu vergrößern, sondern Heimathaven an sich zu verbessern. Dies wird auch für unsere Jahresplanung 2019 wieder auf der to-do Liste stehen. Wir sind noch nicht da wo wir sein wollen.

Der zweite große Tag im Januar (eigentlich sind es sogar zwei große Tage) war unser Geburtstag. Wir haben groß gefeiert, mit den Teams aus unseren Läden und mit unseren Freunden und der Familie. Wir legten das in diesem Jahr zusammen weil Sascha und ich zusammen 75 Jahre alt wurden.


Februar

Unsere Familie ist endlich komplett

Am 13. Februar war es dann endlich soweit und unser wunderbares kleines Mädchen Carlotta wurde geboren. Ich verbrachte den Rest des Monats mit der kleinen im Bett und Sascha kümmerte sich einfach um alles andere. Die Läden, Leo, den Haushalt, das Essen…

März

Die Ruhe vor dem Sturm

Der März war privat ein ruhiger Monat. In Oldenburg haben wir unser Osterfrühstück geplant- ausnahmsweise bestimmen wir was auf den Frühstückstisch kommt!

April

Ach, du schöne Osterzeit

Die Osterzeit ist für mich eine Zeit des Erwachens. Die Bäume und Blumen fangen an zu blühen, die Luft wird wärmer. Ich habe das Gefühl, dass alle Welt aufatmet, sich wieder raus in die Sonne setzt und sich für den Sommer bereit macht.

In Oldenburg bauen wir unsere große Terrasse auf. Dies hat sich gelohnt in diesem Jahr, es war ganz schön warm. Das haben wir auch privat genutzt und waren viel im Garten und draußen unterwegs.

Ich war im April das erste Mal wieder in Oldenburg und habe eine Bestandsaufnahme gemacht. Natürlich war Sascha in der Zwischenzeit auch regelmäßig da, dennoch ergänzen wir Zwei uns gut. Jeder hat einen anderen Blick auf die Dinge. Das ergibt eine gute Mischung und wir schaffen es selbstkritisch zu bleiben.

Außerdem waren wir im April bei den Vintage Race Days in Rastede. Dort gab es von uns Stullen, Craft Beer, Kaffee und Kuchen. Bei bestem Wetter konnte man zahlreiche Vorkriegsrennwagen bestaunen. Es finden mehrere, unterschiedliche Rennen statt, die ein wenig nostalgisch werden lassen. Es ist laut, manchmal wird es dreckig, aber vor allem macht es Spaß! Begleitet wird das Ganze von einer kleinen Landpartie.

Mai

Familienzeit

Im Mai war es bereits so warm, dass wir mit den Kindern an den Strand nach Cuxhaven fahren konnten. Ich liebe Cuxhaven, das mag aber daran liegen, dass ich dort vor einigen Jahren meine Ausbildung zur Hotelfachfrau im Badhotel Sternhagen absolviert habe. Damals habe ich den Strand meistens nur im Licht der Sterne gesehen, das hole ich bis heute jeden Sommer nach!

Juni

Sommer, Sonne und Polospiele

Im Juni war der Bremer Polocup. Dort haben wir ein Catering übernommen und auch wieder einen Stand gehabt mit Stullen, Kuchen, Gegrilltem und guten Getränken.

Für Carlotta haben wir ein Willkommen-im-Leben-Fest ausgerichtet. Wir haben beide Kinder nicht taufen lassen, wir wollten sie trotzdem auf der Welt begrüßen. Alle Freunde und die ganze Familie kam in unseren Garten um den ganzen Tag mit uns zu feiern. Leider hatten wir uns das schlechteste Wochenende des Jahres dafür ausgesucht- das einzige ohne Sonnenschein. Es war dennoch ein toller Tag für uns alle!

Juli

Ankommen in der Unternehmerwelt

Wir hatten ein Fotoshooting in Bremen. Es ging hauptsächlich um unser Logo und das ganze Design der Marke. Dabei entstanden tolle Bilder, unter anderem unser Lieblingsbild.

Ich komme langsam wieder an in unserer Heimathaven Welt. Es tut mir gut, etwas anderes als volle Windeln zu sehen. #workingmum ist für mich etwas positives. Ich liebe es in unterschiedlichen Welten zu leben. In der Mama Welt und in der Unternehmer Welt. Etwas besseres kann ich mir nicht vorstellen und das Eine bedingt für mich das Andere.

August

Ausnahmezustand in Oldenburg

Der August ist der “Partymonat” in Oldenburg- am letzten Wochenende im August findest das Stadtfest statt und es herrscht Ausnahmezustand. Es fühlt sich ein wenig an wie Karneval- nur ohne Kostüme. Okay, ich kenne mich weder mit Karneval gut aus, noch kannte ich das Stadtfest- bis 2013. Dennoch kann ich sagen, dass es sich einfach so anfühlen muss. Unser Laden verwandelt sich in eine große Bar und wir öffnen erst am Nachmittag unsere Türen. Unser Frühstück muss an diesen Tagen leider ausfallen und auch am Sonntag bleibt der Heimathaven zu. Nicht um unseren Rausch auszuschlafen sondern um das Chaos zu beseitigen. In diesem Jahr hatten wir eine Kooperation mit Brew Dog– es gab bestes Craft Beer vom Fass und gute Stimmung gratis dazu.

Ich begann im August damit den Blog und den online Shop aufzubauen. Manche Dinge fehlen bis heute- unsere Präsente zum Beispiel. Daran arbeiten wir im nächsten Jahr, darauf freue ich mich schon. Das wird ein tolles Projekt, welches mir sehr am Herzen liegt. Es scheiterte an der Zeit und an der Qualität der Fotos. Alles allein zu machen ist zwar meistens kostengünstiger, kostet aber viel Zeit- wenn man sich neue Fähigkeiten erst aneignen muss.

Beim alljährlichen Sommerfest von Cross Coffee hatte Sascha tatkräftige Unterstützung von Leo. Er ließ die Gäste von unserer Karamellcreme kosten und fragte ob es ihnen schmecken würde. Als sie dann “Ja” sagten, fragte er, ob sie ein Glas kaufen möchten. Dies verneinten sie. Daraufhin sagte Leo: “Gut, dann könnt ihr ja weitergehen!” Herrlich! Das muss er vom Vater haben.

September

Unser eigener Tee wartet auf euch

Unser eigener Tee geht an den Start! Wir haben wochenlang probiert, über Namen nachgedacht, das Design entwickelt (entwickeln lassen) und Dosen befüllt. Zur Landpartie Gut Horn war es dann soweit und der Tee wurde das erste Mal von uns vorgestellt und in den Läden verkauft. Wir sind stolz auf das Ergebnis und bis heute habt ihr schon den ein oder anderen Lieblingstee für euch entdeckt. Wir haben 22 Sorten bester Qualität für euch im Sortiment. Von klassischen Schwarztees über Kräutertees bis hin zum exklusiven milky Oolong Tee ist für jeden etwas dabei. Die Tees gibt es in Dosen, die sogar nachgefüllt werden können, in den Läden zu kaufen oder ihr könnt sie direkt in Oldenburg trinken- zum Frühstück, mit einem Stück Kuchen oder einfach so.

Oktober

Jahrestag von Holtorfs Heimathaven

Am 26. Oktober 2017 öffneten sich in Bremen das erste Mal die Türen des Traditionsgeschäftes Holtorf unter der Heimathaven Flagge. Nun ist das erste Jahr rum. Wir kommen jeden Tag zu gern in den wunderschönen Laden. Es riecht nach vergangenen Zeiten und verspricht dennoch eine schöne Zukunft. Wir verkaufen frische Succade und Orangeat- als einziges Geschäft in Bremen. Wir kämpfen mit der Mohnmühle, die schon einige Jahre auf dem Buckel hat und sich nur mit so manchem Trick bedienen lässt. Wir freuen uns über alte und neue Gäste. Unsere Tastings sind beliebt und meistens schnell ausgebucht. Wir wagen den Spagat zwischen Tradition und Digitalisierung. Es gibt auch hier noch viel zu tun, das Fundament dafür steht.

Das Jahr nähert sich dem Ende, da sind wir nochmal schnell zu viert in den Urlaub geflogen. Wir haben eine wunderbar erholsame Woche auf Madeira verbracht. Haben gut gegessen, waren den ganzen Tag draußen und haben nochmal richtig Kraft tanken können für die Vorweihnachtszeit.

Sascha besuchte die Bar Convent Berlin.  Was für ein anstrengender Tag für ihn! All der Gin, Whiskey und Korn muss ja von probiert werden. Nur das Beste suchen wir für euch aus- in dem Falle das was Sascha am besten geschmeckt hat und wovon er am nächsten Tag keinen  nur einen kleinen Kater bekommen hat.

November

Die Weihnachtsmänner kommen

Leo hat Geburtstag. Schon der 5. Da hatten wir zwei Tage volles Haus. An einem Tag kam die ganze Familie und am nächsten Tag trudelte die Kinderschar ein. Wir mussten uns ganz schön ins Zeug legen um 8 wilde Jungs zu bändigen und zu beschäftigen. Auch hier zeigte sich, dass wir gemeinsam am stärksten sind. Wie sagen wir immer so schön? “Jeder kann was!”

Die Weihnachtsmänner trudeln in den Läden ein. Bereits im Sommer bestellt kommen nun endlich unsere handgemachten Weihnachtsmänner an. Es ist so ein schöner Anblick. Das bunte Stanniolpapier lieben alle und ehe wir uns versehen sind die Männer auch schon verkauft. Ob groß oder klein, keiner kann die Finger von ihnen lassen.

Seit November bin ich fest an einem Tag der Woche in Oldenburg und an einem Tag in Bremen. Das gibt mir das Gefühl wieder richtig dabei zu sein. Ich sammele in den zwei Tagen so viele Ideen, mein Notizheft ist immer dabei und wird fleißig gefüllt. Wenn ich dann im Home Office bin versuche ich Ordnung in meine Ideen und Gedanken zu bekommen. Vieles ist dabei, was ich gern mit Sascha besprechen möchte. Dafür ist in diesem Jahr kaum Zeit gewesen. Meine Liste für das kommende Jahr ist also lang und wir werden uns ab Januar einmal im Monat zusammen setzen und unsere Ideen und to dos besprechen.

Dezember

Das beste Team der Welt

Das Vorweihnachtsgeschäft ist in vollem Gange. Präsente werden geordert, Ware muss nachbestellt werden. Ich liebe diese hektische Zeit. Oft sind wir alle produktiver wenn es stressig wird. Vieles wird vergessen, wenn es zu ruhig wird. Das merke ich auch an unseren Teams. Die Oldenburger und Bremer schaffen es neben den vielen, glücklichen Gästen noch Chai Tee (psst, den gibt`s auch bald zu kaufen!) zu mischen, unseren Limonadensirup zu kochen, Holtorfs Müslimischung abzufüllen und Karamellcremegläser mit Etiketten zu bekleben. Janett und Pascal ergänzen sich wunderbar, fast wie Sascha und ich. Wir sind unglaublich dankbar für ihre Leistung und ihre Integrität. Unterstüzt werden sie vom besten Team der Welt- in der Küche (die einfach immer alles im Griff haben), im Service (die stets gut gelaunt sind und Teamwork als Selbstverständlich erachten). Dies gilt für alle Bremer und Oldenburger: ohne euch wären wir nicht da wo wir heute sind! Danke, danke, danke!

Fazit

Wo war Sascha in der ganzen Zeit? Arbeiten! Es war für uns als Familie ein hartes Jahr. Dadurch dass ich sehr wenig gearbeitet habe, hat Sascha umso mehr arbeiten müssen. Dies war uns von Anfang an klar und eine bewusste Entscheidung. Wir haben gemeinsame Momente genossen und sind als Unternehmerteam und Familie zusammen gewachsen.

Es war ein durch und durch erfolgreiches Jahr für uns. Dennoch ist meine Liste für unsere Jahresplanung 2019 lang und es gibt genug Verbesserungswürdiges. Dazu berichten wir demnächst mehr.

Bis dahin wünschen wir euch einen tollen Silvesterabend und einen fantastischen Start in das neue Jahr! Auf das sich all unsere Wünsche und Träume erfüllen mögen!

Autor: Nadine

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