Ach, du schöne Adventszeit!

Jedes Jahr denke ich im November, dass ich gar nicht in Weihnachtsstimmung bin. Jedes Jahr kurz vor dem ersten Advent ist es dann zuverlässig doch soweit. Woran liegt das? Ich glaube, das liegt daran, dass wir dann schöne Dinge für unsere Läden aussuchen, dass ich eine Weihnachtsmesse besucht habe, dass im Kindergarten bei Leo ein adventlicher Elternabend stattfindet.

Langsam aber sicher fühle ich mich dann doch besinnlich und voller Vorfreude. Ich liebe es die tollen Produkte aus den Kartons zu packen und ins Regal zu räumen, damit ihr sie kaufen könnt. Wir suchen einfach immer nur das aus, was uns selbst am besten gefällt. Es ist wie Weihnachtsgeschenke zu besorgen, für die Menschen die uns am Herzen liegen.

Unsere Heimathaven Vorweihnachtszeit

Ich habe das Gefühl, dass viele Gastronomen und Einzelhändler die Vorweihnachtszeit nicht mögen. Es ist stressig, die Menschen drängen sich mit ihren nassen Mänteln in die Läden, sie haben keine Zeit und wollen alles auf einmal. In der Regel stört mich/ uns das nicht. Im Gegenteil, wir freuen uns, dass ihr an uns denkt, wenn ihr auf der Suche nach Geschenken seid oder einfach eine Pause bei einem Espresso von eurer Shoppingtour braucht.

Wir planen dann auch unsere Weihnachtsfeier. Diese findet allerdings jedes Jahr erst im Januar statt. Das ist für uns alle entspannter. Es geht uns dabei hauptsächlich darum, uns bei unserem Team zu bedanken und gemeinsam mit ihnen einen tollen Abend zu verbringen, an dem wir es uns gut gehen lassen.

An allen anderen Tagen stehen wir dann glücklich in den Läden und freuen uns wenn euch gefällt, was wir für euch ausgesucht haben.

Unsere Dekoration halten wir, wie auch den Rest des Jahres eher schlicht. Wir lieben unserer Stanniol Weihnachtsmänner, die in so tollen Farben daher kommen, dass man nie weiß welche man denn nun kaufen soll. Für uns stehen immer unsere Feinkostprodukte im Vordergrund. Wir achten sehr auf das Design und so ist jede Flasche, jede Tafel Schokolade und jedes Glas schon genug Dekoration.

Unsere ganz persönliche Vorweihnachtszeit

Auch privat liebe ich die Vorweihnachtszeit. Meistens. Na klar, es ist stressig und oft nicht besonders besinnlich, wenn die Kinder die Dekoration zerdeppern oder nach dem Kekse backen eigentlich die Wohnung renoviert werden müsste. Wunschzettel schreiben, macht mit fünfjährigen auch keinen Spaß, weil einfach alles gewünscht wird.

Ja, man muss wirklich aufpassen, dass man vor lauter Besinnlichkeit kein burn out bekommt. Ich versuche es hier mit kleinen Dingen, die sich leicht integrieren lassen:

  • Weihnachtsbücher rausholen und vorlesen (die gibt’s bei uns wirklich erst ab dem 1. Advent)- unser Favorit: Tomte Tumetott
  • Kekse backen (trotz Sauerei)
  • nach einem Spaziergang/ Spielplatzbesuch  rein kommen, bei einem Fußbad mit einer Goldmilch wieder aufwärmen, dabei gern eine Geschichte lesen
  • Zum Frühstück die Adventskerzen anzünden
  • Räuchermännchen anzünden
  • Weihnachtshörspiele hören
  • Adventskalender auspacken, in unserem Adventskalender Buch lesen (uralt, mit Gedichten und Liedern für jeden Tag)
  • Weihnachtsbaum kaufen (immer am dritten Adventswochenende  auf einem kleinen Weihnachtsmarkt eines Bauernhofes)

Bei uns zu Hause habe ich oft einfach nicht die Muße zu viel Dekoration. Es gibt einen selbstgemachten Adventskranz, den Adventskalender, unser Jahreszeitentisch (der eigentlich ein Tablett ist) wird weihnachtlich bestückt und es gibt mehr Kerzen als sonst. Ich mag natürliche Dinge lieber, die einfach so schön sind. Mandarinen und Nüsse zum Beispiel, selbstgemachte Zimtsterne, Lebkuchen. Sie werden dann einfach mit auf den Tisch gestellt- essbare Dekoration.

Ich kaufe auch wirklich wenig Dekokram nach. Jedes Jahr kaufe ich neue Kerzen für den Kranz und einen besonderen Anhänger für den Weihnachtsbaum. Wir kaufen seit fünf Jahren einen Anhänger, der das vergangene Jahr symbolisiert. So war der erste Anhänger ein Baby Junge, weil Leo geboren wurde. Und in diesem Jahr? Was wird es da wohl werden? Ein Baby Mädchen für Carlottas Geburt.

Direkt nach Weihnachten habe ich dann meistens auch die Nase voll von dem Dekokram und ich würde am liebsten alles wieder in seine dunkle Ecke verbannen. Im nächsten November, kurz vor dem ersten Advent, geht das Spiel dann wieder von vorne los und ich freue mich darüber.

 

In der Weihnachtsbäckerei…

Eins sei noch erwähnt: mit dem wunderschönen, ehemaligen Kolonialwarenladen Holtorf haben wir nicht nur die Ladeneinrichtung “geerbt” sondern auch einige fast vergessene Spezialitäten:

Frisches Orangeat und Succade:

Orangeat sind die Schalen von Bitterorangen (Pomeranzen), welche kandiert werden.

Succade oder auch Zitronat sind kandierte Zitronenschalen.

Meistens kennt man dies in kleinen Würfeln, welche man im Supermarkt kaufen kann. Erst durch unsere Holtorf “Übernahme” habe ich gelernt, welche Qualitätsunterschiede es gibt! Unsere Succade, unser Orangeat sind ganze Früchte bzw. Schalen. Ihr könnt sie Grammweise bei uns kaufen und euch frisch schneiden.

Was macht man damit?

Klassisches Weihnachtsgebäck backen- Lebkuchen, Stollen, Früchtebrot….

Ich muss zugeben, mein erster Backversuch in diesem Jahr ist schief gegangen. Es sollte ein saftiger Lebkuchen werden, um ein Lebkuchenhaus zu bauen. Leider war der Teig nach dem Backen sehr hart und der Geschmack war nicht der beste. Ich übe weiter, suche fleißig nach guten Rezepten. Sollte ich fündig werden, gibt es einen Beitrag dazu.

Wer gute Lebkuchen oder Stollenrezepte hat, darf sie uns gern zukommen lassen!

 

Autor: Nadine

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