Fisch & Feines oder wie wir Selbstständigkeit mit Familienleben unter einen Hut bekommen

Am letzten Wochenende waren wir auf der Fisch und Feines Messe in Bremen. Wir, das ist Sascha mit Holtorfs Heimathaven und den Bremer Stadtfabrikanten. Die Bremer Stadfabrikanten sind ein Verein kleiner Bremer Manufakturen. Gegründet erst in diesem Jahr treten wir gemeinsam auf, um auf die tollen Dinge aufmerksam zu machen, die wir alle mit Liebe und Leidenschaft herstellen.

Auf der Fisch und Feines, dreht sich, wie der Name schon sagt, alles um Fisch und Feine Sachen- Delikatessen, Spirituosen, Liköre, Wein und so weiter. Da passen wir gut rein! Es gab einen großen Stand, den wir uns mit den Bremer Stadtfabrikanten geteilt haben. Dort waren vertreten Lebkuchen von Mahnke und Coldewey, Cross Coffee, Eis von Fiev Sinn, my Cup of tea, Hof Pleus, Hinterhofhonig, Yummy Organics, Die Gewürznuss, Komodo Coffee, Mit Nig, J`s Limonade, Nork, Piekfeine Brände und die Union Brauerei. Ich hoffe ich habe niemanden vergessen, so viele sind wir geworden!

Sascha hat, am Samstag Vormittag, sogar mit Unterstützung von Leo, unsere Fruchtaufstriche und die Karamellcreme probieren lassen und auch verkauft.

               

Bei vielen Veranstaltungen und Events läuft die Planung oft “so nebenbei”. Neben den restlichen tausend Dingen, die wir planen und organisieren müssen. Am Montag hatte Leo Geburtstag. Das kam zu all den Aufgaben unseres Tagesgeschäftes nun noch oben drauf. Ich frage mich manchmal wirklich, wie wir das alles schaffen. Mein Tag beginnt zwischen 5:00 Uhr und 6:00 Uhr morgens und ist trotzdem meistens zu kurz.

Ich arbeite derzeit viel von zu Hause, da Carlotta einfach noch zu klein ist um den ganzen Tag bei der Oma zu bleiben. Somit nutze ich vormittags und Abends jedes Zeitfenster um ein paar Aufgaben abzuarbeiten. Nachmittags ist für mich Mama sein und Kinderzeit angesagt. Sascha ist dafür den lieben langen Tag unterwegs. In den Läden, in Meetings, auf Veranstaltungen. Es gibt Tage an denen sehen wir uns nur morgens auf einen Kaffee und dann den Tag über gar nicht mehr.

Wenn wir beide nicht so sehr lieben würden was wir tun, könnte man das wahrscheinlich nur schwer aushalten. Im Oktober waren wir dann eine Woche im Familienurlaub und das hat uns auch wirklich gut getan.

Wir haben viel unseren Teams in den Läden zu verdanken. Ohne sie wären wir nicht da wo wir heute sind. Ohne sie würde es Heimathaven gar nicht geben. Einen Gastronomiebetrieb ohne Mitarbeiter funktioniert für mich gar nicht. Natürlich standen wir in der Anfangszeit deutlich mehr selbst im Laden als heute. Aber jeder Samstag wäre für uns allein schon ein Genickbruch gewesen. Wir haben von Anfang an unser Team aufgebaut- manche sind sogar bis heute noch bei uns. Vom ersten Tag an.

Wie organisieren wir das alles? Ohne unsere Kalender sind wir aufgeschmissen. Sascha hat eine Kalenderapp. Ich bin da konservativer und nutze einen Kalender aus Papier in dem ich rumkritzeln kann. Eine deutliche Zeitersparnis als #workingmom ist der Rewe Lieferservice. Mit zwei Kindern einkaufen zu gehen ist mir einfach zu anstrengend und raubt einfach nur Energie und Zeit.

Leo geht in den Kindergarten. Meine Mutter betreut Carlotta demnächst einen Vormittag pro Woche. Ab Februar dann 2-3 Vormittage. Familie in der Nachbarschaft ist eine unglaubliche Hilfe. Nicht nur zur Betreuung, sondern auch wenn bei mir mal die Nerven blank liegen und ich jemanden zum trösten und reden brauche.

Niemand hat gesagt dass es leicht ist. Das muss es auch nicht. Es ist genau so gut wie es ist. Wir sind glücklich, lieben unser volles Leben. Ich möchte mit niemandem tauschen wollen- im Gegenteil- ich würde immer wieder alles genauso machen wie jetzt. Ich liebe unsere Familie und ich liebe Heimathaven.

Ich versuche dem Chaos zu Hause durch eine morgendliche und abendliche kurze Aufräumrunde Herr zu werden. Und, der beste Tipp: Einfach mal locker bleiben! Das musste ich erst lernen. Als Leo ein Baby war, war ich pingeliger mit allem und habe mich gestresst. Heute? Lasse ich die Wäscheberge einfach im Gästezimmer liegen. Tür zu- Ruhe ist.

Wichtig ist es Prioritäten zu setzen. An erster Stelle kommt für mich immer die Familie/ die Kinder. Platz zwei ist unser Unternehmen. Vor Haushalt und Wäsche kommen dann noch unsere Freunde oder auch mal eine Auszeit. Ohne Pausen und ruhige Momente kommen wir auch mit Heimathaven nicht weiter. Meine besten Ideen kommen mir tatsächlich beim Spazierengehen oder an einem schönen Abend mit Sascha- Rotwein hilft (fast) immer!

Da streiche ich dann das frühe Aufstehen, weil ein durchgequatschter Abend zu Zweit mehr Wert ist. Uns kommen Ideen, die Gedanken lassen wir frei, spinnen rum. Durch genau solche Abende kam uns der Gedanke zur Selbstständigkeit. Wir sprechen über neue Produkte, über unsere Zukunft, über unser Team, reflektieren uns selbst.

Manchmal werden wir gefragt, ob es denn nicht blöd sei immer nur über “unsere Arbeit” zu reden. Auf keinen Fall! Es ist nicht “unsere Arbeit”- es ist unser Leben! #dowhatyoulove

 

Autor: Nadine

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2 Kommentare

  1. Hallo Nadine! Sehr inspirierend Dein Text über die Balance zwischen Heimathaven und Familie. Wir haben auch einen zweiten kleinen Sohn & ich arbeite seit Mai wieder (im Büro & Abends unterrichte ich Yoga). Meine Tage sind auch zu kurz. Aber vielleicht versuche ich es mal mit der Morgen- & Abendaufräumrunde. 🙂 Einen Lieferservice gibt es in Cux bestimmt nicht. LG aus Cux, Kerstin

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