So feiern wir Ostern!

Jedes Jahr im Frühling denke ich: “Ich glaube ich mag Ostern lieber als Weihnachten!”. Die Bäume bekommen ihre ersten grünen Blätter, die Luft wird milder, die Sonne scheint. Ich bekomme Lust auf Sonnenbrillen und Eis und kann es kaum abwarten offene Schuhe zu tragen.

In diesen Tagen lässt uns die Sonne nicht im Stich. Sie scheint und es wird wärmer. Wir sind in österlicher Stimmung. Unsere Lebensgeister erwachen wieder. Die Welt wird bunter. Man kann wieder draußen sitzen und seinen Kaffee genießen. Herrlich! Leo hat vom Kindergarten Ostergras mitgebracht, schöne Weidenkätzchenzweige zieren unseren Esstisch.

Wir feiern Ostern eher im “klassischen Sinn”. Samstag Abend gibt es bei uns im Dorf stets ein großes Osterfeuer. Ich erinnere mich noch heute an den Rückweg vom Osterfeuer- als ich selbst noch ein Kind war. Die Sonne ging unter und ich war voller Vorfreude und Erwartung auf den nächsten Tag.

Am Ostersonntag stehe ich ganz früh auf um in unserem Garten Schokoladenhäschen und Ostereier für die Kinder zu verstecken. Meine Schwester kommt mit ihren Jungs vorbei und wir treffen uns alle im Garten zur großen Eier- Schokoladensuche. Meine Tante und mein Onkel sind dabei und früher sogar immer meine Oma. Carlotta kann seit einigen Tagen laufen- sie wird den “großen Jungs” beim Suchen helfen können.

Meistens kommt nachmittags die ganze Familie zu Kaffee und Kuchen zusammen- dies fällt in diesem Jahr leider aus. Es fallen zu viele aufgrund ihres Jobs aus und müssen arbeiten. Dennoch machen wir uns ein paar schöne Tage und genießen das tolle Wetter.

Unsere Ostereier werde ich in diesem Jahr das erste Mal natürlich färben. Das habe ich mir schon ewig vorgenommen, nun werde ich es endlich ausprobieren. Dazu verwende ich Kurkuma, Zwiebeln, Kaffee, rote Beete und Spinat. Eine tolle Anleitung habe ich bei Utopia gefunden. Bei den Eiern an sich ist mir wichtig dass es Demeter Eier sind. Noch lieber verwende ich die Eier aus Leos Kindergarten. Und eines Tages haben wir vielleicht eigene Hühner im Garten, wer weiß?

Ostern in Bremen

In unseren Läden sind die Osterhasen schon vor Wochen eingezogen. Hübsch verpackt in buntem Stanniolpapier. Ich hoffe sie werden für einige strahlende Augen sorgen.

Was wäre Ostern ohne Eierlikör? Gar nichts! Bi uns im Norden heet dat Klötenkööm und der darf einfach nicht fehlen. Wer es nicht schafft selbst welchen zu machen ist bei uns gut aufgehoben. Es gibt ihn klassisch oder mit Orange- aus der Brennerei Ehringhausen.

Nicht aus der besten Schokolade gemacht, dennoch ein Stück Ostern für mich sind diese kleinen Schokoladenkäfer. Ich habe sie als Kind schon geliebt und mag sie bis heute. Manchmal zählen Erinnerungen eben mehr als Qualität. Es gibt viele Dinge, die man bis heute mag, weil man sie von klein auf kennt. Das können diese Käfer sein oder eben auch Vanillepudding aus der Tüte ohne echte Vanille. So ist das eben im Leben- es kommt auf die richtige Mischung an. Das Eine kann ohne das Andere nicht bestehen. Und so sind unsere Feste keine Delikatessenbomben sondern eine Kombination aus Besonderheiten und Altbewährtem.

Ostern in Oldenburg

In Oldenburg gibt es unser leckeres Heimathaven Frühstück. Als besonderes Extra gibt es eine österliche Zusatzkarte. Falls ihr noch einen Platz ergattern könnt freuen wir uns darauf euch euer Osterfest zu versüßen. Wir haben an allen Feiertagen für euch geöffnet! Es empfiehlt sich eine telefonische Reservierung. Solltet ihr keinen Platz mehr bekommen- keine Sorge- wir sind an jedem anderen Tag auch für euch da. Vielleicht nicht österlich, aber immer in guter Stimmung.

Wir wünschen euch ein wunderbares Osterfest!

Autor: Nadine

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Geburtstagsgeschenke für schwierige Menschen

Letzte Woche hatten Sascha und ich Geburtstag. Sascha am 24.1 und ich am 25.1.- das ist praktisch, oder? Wir feiern seitdem wir ein Paar sind, also seit beinahe zehn Jahren, unsere Geburtstage gemeinsam. Ich liebe Geburtstage! Meinen nicht weniger als den von Sascha oder den Kindern. Geschenke kaufen macht mir auch unheimlich Spaß. In den Geschäften schlendern und schauen was es Schönes gibt, das finde ich einfach toll. Wir gehen ja wirklich meistens in echten Geschäften einkaufen und besorgen eher selten etwas online. Geschwärmt habe ich davon bereits in meinem Weihnachtspost.

In den Jahren bevor wir Eltern waren haben wir uns oft “Erlebnisse” statt Materiellen Dingen geschenkt. Ein Städtetrip oder ein Restaurantbesuch. Oder wir haben uns einen schönen Gin gekauft oder eine tolle Schokolade.

Wenn es doch bloß noch so einfach wäre!

Ein Wochenende in London, das wäre doch was! Ach, verdammt, geht nicht. Wir haben zwei Kinder. Okay, es würde schon gehen, ist aber mit einigem Aufwand verbunden, weil die Omas einspringen müssen um die Kinder zu betreuen. Mit Baby noch nicht so einfach. Im übrigen benötigen wir die Omas schon für viele andere Tage. Normale Arbeitstage für mich zum Beispiel. Oder wenn die Kinder krank sind und wir einen wichtigen Termin haben oder oder oder. Nein, das ist mir zu kompliziert.

Dann gehen wir eben Essen in einem besonderen Restaurant. In den meisten die in der Umgebung von Bremen und Oldenburg sind waren wir bereits. Alles was weiter weg ist, Hamburg zum Beispiel, wäre wieder mit höherem Aufwand verbunden. Fahren will ja auch keiner, also müssten wieder die Omas herhalten.

Wie wäre es mit dem Klassiker? Eine Flasche Schnaps. Oder ein guter Rotwein. Gin? Whiskey? Schokolade? Olivenöl? Verdammt, das steht alles bereits bei uns im Laden!

Sascha habe ich früher auch gern einen schönen Kalender oder ein Notizbuch geschenkt. Jetzt machte er alles mit seinem Smartphone…. Kein weiterer Kommentar nötig.

Socken? Krawatte? Parfüm? Hilfe!

Es ist wirklich nicht leichter geworden ein passendes Geschenk zu finden. Ich behaupte, dass Sascha es noch einfacher hat als ich. Ich benutze zumindest noch Notizbücher, Stifte und einen Filofax. Bücher gehen bei mir auch immer. Und alles was Frauen sonst so mögen. Alles, außer Musicals. Das bitte nicht….

Die Lösung

Meine Lösung in diesem Jahr war mehr als unromantisch und sogar ein weinig traurig. Es gab nur ein schönes Badeöl und eine Karte. Mir wollte einfach nichts einfallen. Und um entspannt in den Geschäften zu stöbern habe ich die Zeit nicht gefunden. Traurig! Mimimimimimimi!

Unsere Freunde waren da kreativer. Wir bekamen wirklich schöne Geschenke! Ein Restaurantgutschein, einen Ausflug nach Neuwerk, eine Inspirationstüte von Mutterland, eine tolle Wandhalterung für eine Kerze und einen Kartbahnbesuch. Herrlich! Alle haben sich Gedanken gemacht und darüber sind wir wirklich glücklich.

Damit sich meine Geschenkedrama nicht wiederholt, werde ich einfach das ganze Jahr über die Augen aufhalten und etwas kaufen wenn ich etwas Schönes finde, was zu Sascha passt. Wahrscheinlich ist es meistens so, dass die besten Geschenke uns finden und nicht wir sie. Zu Spirituell? Mag sein, ich glaube trotzdem daran.

Autor: Nadine

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Unser Weihnachten

Weihnachten… Allein das Wort klingt für mich so festlich, so feierlich. Ich muss dabei an leuchtende Weihnachtsbäume, an Gold und Glitzer denken. Der Duft von Selbstgebackenem und Rotkohl liegt in der Luft. Kerzen werden angezündet, alle kommen zur Ruhe. Der Stress der vergangenen Tage liegt hinter uns…

Unsere Familien sind seit eh und je recht flexibel was die Planung der Feiertage betrifft. Die meisten von uns arbeiten nicht in den typischen nine-to-five Berufen. Wir arbeiten in der Gastronomie, in Krankenhäusern und Altenheimen. Alles Berufe an denen man keine Feiertage und kein Wochenende kennt.

“Heiligabend sind wir aber immer unter uns!”

Das gibt es bei uns einfach nicht. Es geht uns an Weihnachten nicht darum auf Prinzipien zu reiten. Es geht uns darum mit unseren Familien zusammen zu sein! Egal an welchem Tag. Es gab schon Weihnachtsfeste am 27.12.- weil es uns wichtig ist, auf Diejenigen, die arbeiten Rücksicht zu nehmen. So planen wir um die jeweiligen Dienstpläne einfach drum herum.

In diesem Jahr werden wir an Heiligabend mit meiner Familie zusammen sein. Es wird voll bei uns- wir sind 11 Erwachsene und 4 Kinder. Wir treffen uns zum Kaffeetrinken, dann folgt die Bescherung. Ich hoffe wir können alte Traditionen wahren und ein paar weihnachtliche Lieder singen oder Gedichte hören. In den letzten Jahren haben wir ganz klassisch Gans mit Rotkohl und Knödeln gegessen. In diesem Jahr haben wir uns auf Grünkohl geeinigt. Meine Familie ist die typische “Kartoffelsalat und Würstchen Fraktion”. Sascha und ich gar nicht. Da wir es allerdings entspannt angehen lassen wollen, gibt es eben unser aller Zweitliebstes Gericht: Grünkohl! Das macht sich ja fast von allein.

Am ersten Weihnachtstag ist dann unser kleiner Familientag. Wir sind noch dabei unsere eigenen Traditionen zu finden. Eines ist uns jedoch wichtig:

Ein Blick zurück- wofür sind wir dankbar in diesem Jahr? Was waren weniger schöner Momente?

Darüber sprechen wir mit unseren Kindern. Wir wollen dankbar sein für die schönen Momente, für die glücklichen Begebenheiten. Wir wollen an jene erinnern, die in diesem Jahr von uns gegangen sind. Gleichzeitig ist da die Vorfreude auf das was vor uns liegt.

Wir werden einen schönen Spaziergang machen, eine Weihnachtsgeschichte lesen. Auch bei uns gibt es dieses Jahr keinen Braten, es gibt Käse Fondue. Und Bratäpfel. Nach der Bescherung, wenn die Kinder schlafen, werden wir uns mit einem schönen Glas Wein hinsetzen, Frank Sinatra hören und über Gott und die Welt reden.

Seit 2013 kaufen wir jedes Jahr einen besonderen Baumschmuck. Einen Anhänger, der uns an das vergangene Jahr erinnert. Mittlerweile sind ein paar Anhänger zusammen gekommen. Der erste war der Baby Junge- Leo kam in dem Jahr zur Welt. In diesem Jahr kam ein Baby Mädchen dazu- Carlotta wurde geboren. Und eine Sternschnuppe- meine Oma ist vor kurzem von uns gegangen. So finden sich an unserem Baum schöne und traurige Momente wieder.

Am zweiten Weihnachtstag fahren wir zu Saschas Familie. Auch dort werden wir wieder gemeinsam essen. Am meisten freue ich mich über den selbstgemachten Eierlikör von Saschas Mama. Es gibt einfach keinen besseren. Das Rezept gibt es weiter unten.

An dem Weihnachtsbaum von Saschas Eltern sind immer echte Kerzen. Das gibt eine ganz besondere Stimmung, die ich sehr mag. Ich kenne das von mir zu Hause gar nicht, da gab es immer schon Lichterketten. So freue ich mich also über die Abwechslung und staune wie ein kleines Kind.

Heute habe ich alle Geschenke verpackt. Ich freue mich sehr darauf, wenn diese ausgepackt werden. Hoffentlich gefällt allen, was wir für sie ausgesucht haben. Nur noch dreimal schlafen… Mit 35 fühle ich mich manchmal doch wieder wie das kleine Mädchen, was einfach nicht abwarten kann und schon ganz aufgeregt ist.

Weihnachten, und schließlich Silvester, ist für mich der feierliche Abschluß eines Jahres. Altes lassen wir hinter uns, Neues liegt vor uns. Wie ein leeres Buch, welches darauf wartet gefüllt zu werden. Die Welt steht einem offen. Man kann alles lassen wie es ist oder alles ändern. Man kann mutig sein oder vorsichtig. Wir haben alle Möglichkeiten.

Wir wünschen euch ein wunderbares Weihnachtsfest- mit allem Glanz und Gloria. Genießt den Moment, legt das Smartphone zur Seite und seid einfach #dickbetrunkenundglücklich!

Das geheime Eierlikörrezept

Zutaten:

5 ganze Eier

5 Eigelb

2 Packungen Puderzucker

1/4l Weingeist

3 Becher Sahne

Mark 1 Vanilleschote

evtl. 1 Prise Safran

Die Eier und das Eigelb mit dem gesiebten Puderzucker schaumig schlagen. Weingeist einrühren. Die halbfest geschlagene Sahne unterheben und den Likör in Flaschen füllen. Im Kühlschrank ist er 6-8 Wochen haltbar.

Autor: Nadine

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