Geburtstagsgeschenke für schwierige Menschen

Letzte Woche hatten Sascha und ich Geburtstag. Sascha am 24.1 und ich am 25.1.- das ist praktisch, oder? Wir feiern seitdem wir ein Paar sind, also seit beinahe zehn Jahren, unsere Geburtstage gemeinsam. Ich liebe Geburtstage! Meinen nicht weniger als den von Sascha oder den Kindern. Geschenke kaufen macht mir auch unheimlich Spaß. In den Geschäften schlendern und schauen was es Schönes gibt, das finde ich einfach toll. Wir gehen ja wirklich meistens in echten Geschäften einkaufen und besorgen eher selten etwas online. Geschwärmt habe ich davon bereits in meinem Weihnachtspost.

In den Jahren bevor wir Eltern waren haben wir uns oft “Erlebnisse” statt Materiellen Dingen geschenkt. Ein Städtetrip oder ein Restaurantbesuch. Oder wir haben uns einen schönen Gin gekauft oder eine tolle Schokolade.

Wenn es doch bloß noch so einfach wäre!

Ein Wochenende in London, das wäre doch was! Ach, verdammt, geht nicht. Wir haben zwei Kinder. Okay, es würde schon gehen, ist aber mit einigem Aufwand verbunden, weil die Omas einspringen müssen um die Kinder zu betreuen. Mit Baby noch nicht so einfach. Im übrigen benötigen wir die Omas schon für viele andere Tage. Normale Arbeitstage für mich zum Beispiel. Oder wenn die Kinder krank sind und wir einen wichtigen Termin haben oder oder oder. Nein, das ist mir zu kompliziert.

Dann gehen wir eben Essen in einem besonderen Restaurant. In den meisten die in der Umgebung von Bremen und Oldenburg sind waren wir bereits. Alles was weiter weg ist, Hamburg zum Beispiel, wäre wieder mit höherem Aufwand verbunden. Fahren will ja auch keiner, also müssten wieder die Omas herhalten.

Wie wäre es mit dem Klassiker? Eine Flasche Schnaps. Oder ein guter Rotwein. Gin? Whiskey? Schokolade? Olivenöl? Verdammt, das steht alles bereits bei uns im Laden!

Sascha habe ich früher auch gern einen schönen Kalender oder ein Notizbuch geschenkt. Jetzt machte er alles mit seinem Smartphone…. Kein weiterer Kommentar nötig.

Socken? Krawatte? Parfüm? Hilfe!

Es ist wirklich nicht leichter geworden ein passendes Geschenk zu finden. Ich behaupte, dass Sascha es noch einfacher hat als ich. Ich benutze zumindest noch Notizbücher, Stifte und einen Filofax. Bücher gehen bei mir auch immer. Und alles was Frauen sonst so mögen. Alles, außer Musicals. Das bitte nicht….

Die Lösung

Meine Lösung in diesem Jahr war mehr als unromantisch und sogar ein weinig traurig. Es gab nur ein schönes Badeöl und eine Karte. Mir wollte einfach nichts einfallen. Und um entspannt in den Geschäften zu stöbern habe ich die Zeit nicht gefunden. Traurig! Mimimimimimimi!

Unsere Freunde waren da kreativer. Wir bekamen wirklich schöne Geschenke! Ein Restaurantgutschein, einen Ausflug nach Neuwerk, eine Inspirationstüte von Mutterland, eine tolle Wandhalterung für eine Kerze und einen Kartbahnbesuch. Herrlich! Alle haben sich Gedanken gemacht und darüber sind wir wirklich glücklich.

Damit sich meine Geschenkedrama nicht wiederholt, werde ich einfach das ganze Jahr über die Augen aufhalten und etwas kaufen wenn ich etwas Schönes finde, was zu Sascha passt. Wahrscheinlich ist es meistens so, dass die besten Geschenke uns finden und nicht wir sie. Zu Spirituell? Mag sein, ich glaube trotzdem daran.

Autor: Nadine

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#Weihnachtsgeschenke

Habt ihr schon alle Geschenke beisammen? Seid ihr alle schön artig gewesen? Bekommt ihr wohl Geschenke? Mögt ihr Geschenke oder findet ihr, dass das alles bloß Geldmacherei ist? Seid ihr gar Weihnachstmuffel?

Wir mögen es Geschenke zu machen

Ja, wir lieben es anderen eine Freude zu machen. Dabei ist es ganz egal ob es sich dabei um unsere Kinder, unsere Eltern oder unsere Gäste handelt. Wir bringen gern Kleinigkeiten mit, wenn wir eingeladen werden. Wir besorgen gern Geschenke für einfach so zwischendurch.

Ich habe mich im November hingesetzt und eine Liste gemacht- mit Geschenken für die Kinder. Darunter sind, vor allem bei Carlotta, viele praktische Dinge. Vor allem Kleidung und ein neuer Schlafsack. Alles andere haben wir im Grunde schon. Babyspielzeug haben wir von Leo aufbewahrt. Das ist noch in Ordnung und kann weiter bespielt werden. 

Zu viel Spielzeug in den Kinderzimmern?

Leo hat sich natürlich auch hingesetzt und einen Wunschzettel erstellt. Er hat Bilder aus Werbeprospekten ausgeschnitten und aufgeklebt. Leider ist es so, dass Fünfjährigen immer alles gefällt und sie auch stets alles gebrauchen können. Ich mag zu viel Spielzeug nicht. Natürlich möchte ich leuchtende Augen am Heiligabend sehen, aber schafft man das nur durch (oft unnötiges) Spielzeug? Wir achten schon darauf, dass sich nicht zu viel Kram in seinem Zimmer häuft. Bespielt werden bei uns stets die gleichen Dinge (siehe unsere Geschenkideen), alles andere ist nur für einen kurzen Moment spannend.

“Ich habe alle Geschenke bei Amazon gekauft dieses Jahr!”

Ui, das habe ich mehrfach gehört. Ich kann es ja verstehen. Abends gemütlich auf der Couch übers Handy schnell die Liste für die bucklige Verwandschaft in Amazon eingetippt, übermorgen stellt es der gestresste Postbote vor die Tür. Fertig. Ich will auch gar nicht sagen, dass diese Geschenke nicht mit Liebe ausgesucht wurden. Wahrscheinlich wurden sie, man hatte nur einfach keine Zeit oder Lust sich in die überfüllten Innenstädte zu quetschen. Parkplätze sind auch rar… Und kalt ist es außerdem. Und in den Kaufhäusern ist die Luft immer so stickig. Ich schweife ab… Was ich sagen will: Ja, ich verstehe euch. Aber für uns ist das nichts.

Sascha und ich haben uns also auf den Weg in die Stadt gemacht um Geschenke zu besorgen. Nur für die Kinder. Die Erwachsenen in unseren Familien schenken sich nichts mehr. Sascha und ich schenken uns schon was, da gehen wir aber natürlich getrennt los.

Da standen wir also. In der Spielerei im Viertel. Tolle Sachen gab es da, aber leider nichts was für Leo passte. Nächster Laden Spielwaren Wichlein – Reizüberflutung. Ich liebe Inhabergeführte Spielzeugläden. Im Vergleich zu den großen Ketten, merkt man wie liebevoll alles ausgesucht wird. Es gibt viele schöne Dinge, die man vorher nicht kannte. Viele Kleinigkeiten, die uns und den Kindern Freude machen.

Wir mussten dennoch diskutieren. Kaufen wir das was auf der Wunschliste steht? Um Erwartungen zu erfüllen, obwohl wir wissen, dass damit nicht lange gespielt wird? Sollte man an Weihnachten überhaupt Erwartungen haben? Geht es beim Schenken und Geschenke empfangen nicht um etwas Anderes? Ist es nicht viel schöner, wenn man etwas bekommt das man nicht erwartet hat und der Schenkende sich wirklich Gedanken gemacht hat? 

Das haben wir dann auch getan. Uns Gedanken gemacht. Was würde Leo wirklich eine Freude machen? Uns ist etwas eingefallen. Wir haben viele kleine, schöne Dinge gekauft und noch ein großes Teil in einem Sportgeschäft. Ich freue mich schon so sehr darauf, wenn er das Geschenk öffnet. Wir sind uns sicher, dass wir das Richtige gefunden haben. Es stand nicht auf seiner Liste. Er erwartet es nicht und dennoch scheint es (hoffentlich) perfekt für ihn zu sein. 

Unsere Geschenkideen für Groß und Klein

Für Kleine (4-5 Jahre):

#Kapla Steine

#Aquarell Farben und Papier

#TipToi (kann man auch gut mit den Kindern gemeinsam anschauen)

#Richtiges Werkzeug (Laubsäge, Akkuschrauber)

#Kaufmannsladen oder Kinderküche

#Digitalkamera für Kinder

#Fahrrad


Für Große:

#Besondere Spirituosen aller Art (was sonst?!)

#Zeit zu Zweit 

#Gin Tonic oder Craft Beer Tasting

#Ein gutes Buch- welches man selbst gelesen hat!

#supportyourlocaldealer

Wir haben all unsere Geschenke in “richtigen” Geschäften gekauft. Wir haben gestöbert, geschaut und ausprobiert. Dabei konnten wir Neues entdecken, welches uns online wahrscheinlich verborgen geblieben wäre. Der Algorithmus zeigt uns ja doch immer nur das, was uns bereits gefällt. Die Stadt war voll, ja. Das nervt- kommt man aber nicht drum rum. Doch, in der Zukunft vielleicht schon, wenn die Innenstädte verwaist sind und die Menschen einsam zu Hause vor ihren Laptops sitzen um ihre Einkäufe zu erledigen.

Wir haben mit Verkäufern gesprochen, andere hilflose Eltern gesehen und uns weniger allein gefühlt. Wir hatten Zeit zu Zweit und waren Mittagsessen und Kaffee trinken. Es war ein schöner Tag, der uns durch den Einkaufsbummel in Erinnerung geblieben ist. Ein Abend am PC bliebe wohl nicht hängen…

Autor: Nadine

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Ach, du schöne Adventszeit!

Jedes Jahr denke ich im November, dass ich gar nicht in Weihnachtsstimmung bin. Jedes Jahr kurz vor dem ersten Advent ist es dann zuverlässig doch soweit. Woran liegt das? Ich glaube, das liegt daran, dass wir dann schöne Dinge für unsere Läden aussuchen, dass ich eine Weihnachtsmesse besucht habe, dass im Kindergarten bei Leo ein adventlicher Elternabend stattfindet.

Langsam aber sicher fühle ich mich dann doch besinnlich und voller Vorfreude. Ich liebe es die tollen Produkte aus den Kartons zu packen und ins Regal zu räumen, damit ihr sie kaufen könnt. Wir suchen einfach immer nur das aus, was uns selbst am besten gefällt. Es ist wie Weihnachtsgeschenke zu besorgen, für die Menschen die uns am Herzen liegen.

Unsere Heimathaven Vorweihnachtszeit

Ich habe das Gefühl, dass viele Gastronomen und Einzelhändler die Vorweihnachtszeit nicht mögen. Es ist stressig, die Menschen drängen sich mit ihren nassen Mänteln in die Läden, sie haben keine Zeit und wollen alles auf einmal. In der Regel stört mich/ uns das nicht. Im Gegenteil, wir freuen uns, dass ihr an uns denkt, wenn ihr auf der Suche nach Geschenken seid oder einfach eine Pause bei einem Espresso von eurer Shoppingtour braucht.

Wir planen dann auch unsere Weihnachtsfeier. Diese findet allerdings jedes Jahr erst im Januar statt. Das ist für uns alle entspannter. Es geht uns dabei hauptsächlich darum, uns bei unserem Team zu bedanken und gemeinsam mit ihnen einen tollen Abend zu verbringen, an dem wir es uns gut gehen lassen.

An allen anderen Tagen stehen wir dann glücklich in den Läden und freuen uns wenn euch gefällt, was wir für euch ausgesucht haben.

Unsere Dekoration halten wir, wie auch den Rest des Jahres eher schlicht. Wir lieben unserer Stanniol Weihnachtsmänner, die in so tollen Farben daher kommen, dass man nie weiß welche man denn nun kaufen soll. Für uns stehen immer unsere Feinkostprodukte im Vordergrund. Wir achten sehr auf das Design und so ist jede Flasche, jede Tafel Schokolade und jedes Glas schon genug Dekoration.

Unsere ganz persönliche Vorweihnachtszeit

Auch privat liebe ich die Vorweihnachtszeit. Meistens. Na klar, es ist stressig und oft nicht besonders besinnlich, wenn die Kinder die Dekoration zerdeppern oder nach dem Kekse backen eigentlich die Wohnung renoviert werden müsste. Wunschzettel schreiben, macht mit fünfjährigen auch keinen Spaß, weil einfach alles gewünscht wird.

Ja, man muss wirklich aufpassen, dass man vor lauter Besinnlichkeit kein burn out bekommt. Ich versuche es hier mit kleinen Dingen, die sich leicht integrieren lassen:

  • Weihnachtsbücher rausholen und vorlesen (die gibt’s bei uns wirklich erst ab dem 1. Advent)- unser Favorit: Tomte Tumetott
  • Kekse backen (trotz Sauerei)
  • nach einem Spaziergang/ Spielplatzbesuch  rein kommen, bei einem Fußbad mit einer Goldmilch wieder aufwärmen, dabei gern eine Geschichte lesen
  • Zum Frühstück die Adventskerzen anzünden
  • Räuchermännchen anzünden
  • Weihnachtshörspiele hören
  • Adventskalender auspacken, in unserem Adventskalender Buch lesen (uralt, mit Gedichten und Liedern für jeden Tag)
  • Weihnachtsbaum kaufen (immer am dritten Adventswochenende  auf einem kleinen Weihnachtsmarkt eines Bauernhofes)

Bei uns zu Hause habe ich oft einfach nicht die Muße zu viel Dekoration. Es gibt einen selbstgemachten Adventskranz, den Adventskalender, unser Jahreszeitentisch (der eigentlich ein Tablett ist) wird weihnachtlich bestückt und es gibt mehr Kerzen als sonst. Ich mag natürliche Dinge lieber, die einfach so schön sind. Mandarinen und Nüsse zum Beispiel, selbstgemachte Zimtsterne, Lebkuchen. Sie werden dann einfach mit auf den Tisch gestellt- essbare Dekoration.

Ich kaufe auch wirklich wenig Dekokram nach. Jedes Jahr kaufe ich neue Kerzen für den Kranz und einen besonderen Anhänger für den Weihnachtsbaum. Wir kaufen seit fünf Jahren einen Anhänger, der das vergangene Jahr symbolisiert. So war der erste Anhänger ein Baby Junge, weil Leo geboren wurde. Und in diesem Jahr? Was wird es da wohl werden? Ein Baby Mädchen für Carlottas Geburt.

Direkt nach Weihnachten habe ich dann meistens auch die Nase voll von dem Dekokram und ich würde am liebsten alles wieder in seine dunkle Ecke verbannen. Im nächsten November, kurz vor dem ersten Advent, geht das Spiel dann wieder von vorne los und ich freue mich darüber.

 

In der Weihnachtsbäckerei…

Eins sei noch erwähnt: mit dem wunderschönen, ehemaligen Kolonialwarenladen Holtorf haben wir nicht nur die Ladeneinrichtung “geerbt” sondern auch einige fast vergessene Spezialitäten:

Frisches Orangeat und Succade:

Orangeat sind die Schalen von Bitterorangen (Pomeranzen), welche kandiert werden.

Succade oder auch Zitronat sind kandierte Zitronenschalen.

Meistens kennt man dies in kleinen Würfeln, welche man im Supermarkt kaufen kann. Erst durch unsere Holtorf “Übernahme” habe ich gelernt, welche Qualitätsunterschiede es gibt! Unsere Succade, unser Orangeat sind ganze Früchte bzw. Schalen. Ihr könnt sie Grammweise bei uns kaufen und euch frisch schneiden.

Was macht man damit?

Klassisches Weihnachtsgebäck backen- Lebkuchen, Stollen, Früchtebrot….

Ich muss zugeben, mein erster Backversuch in diesem Jahr ist schief gegangen. Es sollte ein saftiger Lebkuchen werden, um ein Lebkuchenhaus zu bauen. Leider war der Teig nach dem Backen sehr hart und der Geschmack war nicht der beste. Ich übe weiter, suche fleißig nach guten Rezepten. Sollte ich fündig werden, gibt es einen Beitrag dazu.

Wer gute Lebkuchen oder Stollenrezepte hat, darf sie uns gern zukommen lassen!

 

Autor: Nadine

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Nachhaltiger Adventskalender 2018

In unseren Heimathäven haben wir sooo schöne Adventskalender. Mit Pralinen, mit Bier, mit Gin, mit Schokolade. Da wir an der Quelle sitzen, könnte man meinen, wir würden uns einfach einen Kalender mit nach Hause nehmen. Oder vier. Einen für Sascha, einen für Leo, einen für mich. Und Carlotta? Sie braucht dieses Jahr noch keinen- merkt es ja auch noch nicht.

 

Nein, wir machen es in diesem Jahr anders. Ich habe mir für die Zukunft vorgenommen deutlich nachhaltiger zu werden. Das wird sich auf viele Bereiche unseres (Arbeits-)Lebens auswirken. Und ein Teil davon sind eben Adventskalender. Viele von euch befüllen ihre Adventskalender schon lange selber. Das mache ich in diesem Jahr auch das erste Mal.

Ist selbstgemacht immer besser?

Im letzten Jahr habe ich aus Zeitnot für Leo einen Spielzeug Adventskalender gekauft. Den fand er auch klasse- logisch. Ich schäme mich ein bisschen. Wenn ich wirklich gewollt hätte, hätte ich ihm einen liebevolleren Kalender schenken können. Damit will ich nicht sagen, dass es immer schlecht ist, Kalender zu kaufen. Auf keinen Fall, sonst hätten wir im Laden keine für euch.

Wir wissen um die Zeitnot die viele von euch haben. Und selbstgemacht ist nicht automatisch besser. Unsere Kalender stammen alle aus kleinen Manufakturen- da hat sich jemand anders eben viel Mühe gegeben, um euch eine Freude zu machen.

Zurück zu meinem privaten Adventskalender in diesem Jahr. Ich habe Säckchen genäht. Es sollten ursprünglich drei Kalender werden- für alle meine Lieben. Mir ist da beim Zuschneiden jedoch ein Malheur passiert. Ich habe mich verzählt. Ich hätte pro Kalender 48 Stückchen Stoff haben müssen. Habe aber jeweils nur 24 zugeschnitten. Und mich noch gewundert, warum so viel Stoff  übrig bleibt… Gemerkt habe ich meinen Fehler erst beim zusammen Nähen. Da habe ich zwei Abende an der Nähmaschine verbracht, war so froh endlich alle Teile vernäht zu haben, zähle durch- und dann das. Nur 48 Säckchen fertig.

Die Säckchen habe ich in drei Größen vorbereitet. Es gibt viele Ideen und Anleitungen wie man selbst Kalender basteln kann, die meisten sind aber zu klein für die Füllungen die mir vorschweben.

Carlotta sollte in diesem Jahr keinen Kalender bekommen- die Säckchen sollten aber schon mal fertig sein fürs nächste Jahr.

Sascha? Der muss dieses Jahr verzichten, ich bin unkreativ was seine Füllung angeht. Ja, ja wir haben den Laden voll mit tollen Leckereien- aber das ist für ihn ja nichts Neues. Hat er alles schon probiert, ist ja klar.

Bleibt noch Leo. Der Glückspilz.

Ideen Adventskalenderfüllungen für 5 Jährige 

  • Tatoos
  • Badeschaum (noch nachhaltiger als meine Tütchen wären Badekugeln ohne Verpackung, oder selbstgemachte)
  • eine beklebte Streichholzschachtel mit einem schönen Stein drin (Leo liebt seine “Edelsteine”)
  • Besondere Weihnachtssüßigkeiten (die kommen tatsächlich aus unserem Laden)
  • kleines Knusperhäuschen aus Butterkeksen gebaut
  • “Schneckenbänder” (gehäkelte Bänder- zum aufrollen, anbinden, festbinden….)
  • Dochtwolle (auch zum basteln, anbinden oder was einem sonst so einfällt)
  • kleines Schleichtier
  • gute Buntstifte (auf mehrere Säckchen aufgeteilt)
  • Zauberblock
  • schöner Luftballon
  • Haarspangen
  • Zopfgummis
  • Knete

Ich bin gespannt wie es Leo gefällt.

Wir wünschen euch eine schöne Vorweihnachtszeit!

 

Autor: Nadine Niebank

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Der Herbst ist da!

Der Herbst ist da. Das ist mir am letzten Wochenende besonders aufgefallen. Wir waren zum dritten Mal bei der Landpartie Gut Horn in Wiefelstede (nähe Oldenburg).

Wir lieben die Atmosphäre dort sehr, Wenn ich an Gut Horn denke, denke ich an Pferdeweiden, Kastanienalleen mit Kopfsteinpflaster und eine tiefliegende Herbstsonne, die alles in goldenes Licht hüllt. Wenn wir morgens kamen um unsere Pagode startklar zu machen, war die Luft stets frisch und kühl und der Boden noch feucht vom Nebel. Das weiße Herrenhaus zieht den Blick magisch an und ich träume von romantischen Hochzeiten in der Orangerie…

In diesem Jahr war es ähnlich, leider spielte das Wetter nicht mit wie gewünscht. Es war windig bis stürmisch und am Sonntag regnete es Bindfäden.

Wir haben uns auf unsere Eigenmarken fokussiert und den Charme des alten Kolonialwarenladens aufleben lassen. Ein wenig rustikaler zwar, aber gut. Es erklang dieselbe Musik wie im Geschäft in Bremen- Chansons und Musik aus den 20er und 30er Jahren.

Es gab das klassische Holtorf Müsli nach uraltem Rezept, unsere hausgemachte Karamellcreme, Gewürze in den hübschen Porzellantöpfen und zum ersten Mal unseren eigenen Tee! Wir arbeiten an unserem Tee schon eine gefühlte Ewigkeit. Der Tag ist einfach immer zu kurz, vor allem wenn man noch zwei kleine Kinder hat.

Wir haben Anfang des Jahres Teeproben geordert, verkostet und bewertet und unsere Top 22 zusammengestellt. In Zusammenarbeit mit unserem Grafikerhaben wir Etiketten erstellt, die ich sehr liebe. Das Muster ist das Muster der Bodenfliesen aus unserem Laden. Sie sind noch original von 1910 und stammen von Villeroy und Boch. Wir haben uns Namen für die Tees ausgedacht. Sie verkörpern all das, was wir mögen. Schöne alte Worte, unsere Kinder, Fünf- Uhr Tee. Hach, wie kann eine Tasse Tee das Leben doch bereichern. Ich bin wirklich verliebt in das was wir geschaffen haben.

Letzte Woche haben wir an drei Abenden jede Dose von Hand mit unseren Etiketten beklebt. Pro Dose sind es drei Stück. Das war ein schönes Stück Arbeit, ich mochte es dennoch. Endlich mal drei Abende, die Sascha und ich gemeinsam für uns hatten. In Ruhe ein paar Dinge besprechen und einfach mal wieder quatschen. Da fühlte sich das Ganze gar nicht mehr wie Arbeit an. Obwohl ich sagen muss, dass sich vieles was wir tun, nicht wie Arbeit anfühlt. Sondern einfach nach Liebe und Spaß.

Aber zurück zur Landpartie und unserem herbstlichen Wochenende. Ich habe die Landpartie eher “privat” besucht, wenn man das als Selbstständige so sagen kann. Ich habe nicht vor Ort gearbeitet, das hat Sascha übernommen. Ich bin derzeit noch viel mit den Kindern und meinem Home Office eingebunden.

Ich packte die Kinder und mich also wetterfest ein und wir fuhren nach Gut Horn. Im Schlepptau hatte ich noch meine Schwester mit ihren Jungs, meine Mutter und meine Oma. Vier Mädels und vier Kinder. Wir sahen uns all die schönen Dinge an die es dort gab. Gönnten uns ein Glas Champagner und einen fantastischen Wildburger von Herrlich Essen. 

Später gab es den obligatorischen Cappuccino von Käthe Kaffee und noch eine leckere Kürbissuppe von den Geschmacksträgern.

Mit dem Wetter hatten wir dann tatsächlich Glück. Wir saßen draußen und genossen den Tag. Ich finde, Landpartien sind nicht besonders gut für kleine Kinder geeignet. Schon gar nicht für wilde, kleine Jungs. Umso schöner war es, dass es dort viele Apfel- und Kastanienbäume gab. Die Jungs haben zwei Taschen voll Kastanien gesammelt, die heute noch zu Ketten verarbeitet werden wollen. Leo ist ein großer Apfel Liebhaber und hat sich die Taschen mit  Äpfeln voll gemacht.

Wir haben den ganzen Nachmittag dort verbracht und die Kinder sind zu Hause erschöpft eingeschlafen.

Am Sonntag gab es wieder einen Ausflug. Dieses Mal zum Kürbisfest nach Ohlenstedt. Die gleiche Konstellation wie am Freitag. Aber das Kürbisfest ist auch etwas für die Kleinen. Es gab ein Zelt wo sie sich mit den Pfadfindern Stockbrot machen konnten, einen großen Sandhügel zum draufklettern (Leos Paradies) und einen Stall mit Stroh und Heu zum toben und wild sein.

Auch da haben wir wieder eine Kürbissuppe gegessen- was auch sonst? Außerdem kann man (natürlich) allerlei Kürbisse kaufen. Bekannte und Unbekannte. Alle stets mit Ideen und Tipps zur Zubereitung. Ich habe zwei Stück gekauft. Mandarin Mini Pumpkin, den man einfach in Scheiben schneidet und brät, wie Bratkartoffeln. Und den Bananas- er soll süß sein und Babys sehr gut schmecken. Wir haben nämlich eine kleine Feinschmeckerin zu Hause, die nicht alles mag.

Nun ist also wirklich der Herbst da. Mit Regen und Wind, mit Kürbissen und Laub. Ich freue mich auf die dunkle Jahreszeit. Es wird Zeit für Kerzen und Gemütlichkeit.

 

 

Geschrieben von Nadine

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