Der Herbst ist da!

Der Herbst ist da. Das ist mir am letzten Wochenende besonders aufgefallen. Wir waren zum dritten Mal bei der Landpartie Gut Horn in Wiefelstede (nähe Oldenburg).

Wir lieben die Atmosphäre dort sehr, Wenn ich an Gut Horn denke, denke ich an Pferdeweiden, Kastanienalleen mit Kopfsteinpflaster und eine tiefliegende Herbstsonne, die alles in goldenes Licht hüllt. Wenn wir morgens kamen um unsere Pagode startklar zu machen, war die Luft stets frisch und kühl und der Boden noch feucht vom Nebel. Das weiße Herrenhaus zieht den Blick magisch an und ich träume von romantischen Hochzeiten in der Orangerie…

In diesem Jahr war es ähnlich, leider spielte das Wetter nicht mit wie gewünscht. Es war windig bis stürmisch und am Sonntag regnete es Bindfäden.

Wir haben uns auf unsere Eigenmarken fokussiert und den Charme des alten Kolonialwarenladens aufleben lassen. Ein wenig rustikaler zwar, aber gut. Es erklang dieselbe Musik wie im Geschäft in Bremen- Chansons und Musik aus den 20er und 30er Jahren.

Es gab das klassische Holtorf Müsli nach uraltem Rezept, unsere hausgemachte Karamellcreme, Gewürze in den hübschen Porzellantöpfen und zum ersten Mal unseren eigenen Tee! Wir arbeiten an unserem Tee schon eine gefühlte Ewigkeit. Der Tag ist einfach immer zu kurz, vor allem wenn man noch zwei kleine Kinder hat.

Wir haben Anfang des Jahres Teeproben geordert, verkostet und bewertet und unsere Top 22 zusammengestellt. In Zusammenarbeit mit unserem Grafikerhaben wir Etiketten erstellt, die ich sehr liebe. Das Muster ist das Muster der Bodenfliesen aus unserem Laden. Sie sind noch original von 1910 und stammen von Villeroy und Boch. Wir haben uns Namen für die Tees ausgedacht. Sie verkörpern all das, was wir mögen. Schöne alte Worte, unsere Kinder, Fünf- Uhr Tee. Hach, wie kann eine Tasse Tee das Leben doch bereichern. Ich bin wirklich verliebt in das was wir geschaffen haben.

Letzte Woche haben wir an drei Abenden jede Dose von Hand mit unseren Etiketten beklebt. Pro Dose sind es drei Stück. Das war ein schönes Stück Arbeit, ich mochte es dennoch. Endlich mal drei Abende, die Sascha und ich gemeinsam für uns hatten. In Ruhe ein paar Dinge besprechen und einfach mal wieder quatschen. Da fühlte sich das Ganze gar nicht mehr wie Arbeit an. Obwohl ich sagen muss, dass sich vieles was wir tun, nicht wie Arbeit anfühlt. Sondern einfach nach Liebe und Spaß.

Aber zurück zur Landpartie und unserem herbstlichen Wochenende. Ich habe die Landpartie eher “privat” besucht, wenn man das als Selbstständige so sagen kann. Ich habe nicht vor Ort gearbeitet, das hat Sascha übernommen. Ich bin derzeit noch viel mit den Kindern und meinem Home Office eingebunden.

Ich packte die Kinder und mich also wetterfest ein und wir fuhren nach Gut Horn. Im Schlepptau hatte ich noch meine Schwester mit ihren Jungs, meine Mutter und meine Oma. Vier Mädels und vier Kinder. Wir sahen uns all die schönen Dinge an die es dort gab. Gönnten uns ein Glas Champagner und einen fantastischen Wildburger von Herrlich Essen. 

Später gab es den obligatorischen Cappuccino von Käthe Kaffee und noch eine leckere Kürbissuppe von den Geschmacksträgern.

Mit dem Wetter hatten wir dann tatsächlich Glück. Wir saßen draußen und genossen den Tag. Ich finde, Landpartien sind nicht besonders gut für kleine Kinder geeignet. Schon gar nicht für wilde, kleine Jungs. Umso schöner war es, dass es dort viele Apfel- und Kastanienbäume gab. Die Jungs haben zwei Taschen voll Kastanien gesammelt, die heute noch zu Ketten verarbeitet werden wollen. Leo ist ein großer Apfel Liebhaber und hat sich die Taschen mit  Äpfeln voll gemacht.

Wir haben den ganzen Nachmittag dort verbracht und die Kinder sind zu Hause erschöpft eingeschlafen.

Am Sonntag gab es wieder einen Ausflug. Dieses Mal zum Kürbisfest nach Ohlenstedt. Die gleiche Konstellation wie am Freitag. Aber das Kürbisfest ist auch etwas für die Kleinen. Es gab ein Zelt wo sie sich mit den Pfadfindern Stockbrot machen konnten, einen großen Sandhügel zum draufklettern (Leos Paradies) und einen Stall mit Stroh und Heu zum toben und wild sein.

Auch da haben wir wieder eine Kürbissuppe gegessen- was auch sonst? Außerdem kann man (natürlich) allerlei Kürbisse kaufen. Bekannte und Unbekannte. Alle stets mit Ideen und Tipps zur Zubereitung. Ich habe zwei Stück gekauft. Mandarin Mini Pumpkin, den man einfach in Scheiben schneidet und brät, wie Bratkartoffeln. Und den Bananas- er soll süß sein und Babys sehr gut schmecken. Wir haben nämlich eine kleine Feinschmeckerin zu Hause, die nicht alles mag.

Nun ist also wirklich der Herbst da. Mit Regen und Wind, mit Kürbissen und Laub. Ich freue mich auf die dunkle Jahreszeit. Es wird Zeit für Kerzen und Gemütlichkeit.

 

 

Geschrieben von Nadine

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