Neues im Heimathaven #2

Langsam aber sicher ist der Frühling in seiner ganzen Pracht zu sehen. Grüne Bäume, Kirsch- und Apfelblüten zieren die Straßen. Ich liebe diese Zeit! Wir sind alle wieder gern draußen und so manch Einer nutzt die ersten warmen Tage um den Grill zu befeuern oder um einfach so draußen zu essen.

Schon immer habe ich gern draußen gesessen, mit Kindern sitze ich nun noch lieber draußen. Es darf gekleckert werden, Hände waschen vorm Essen wird draußen auch überbewertet. Und wenn die Kinder mit Essen fertig sind können wir uns einem schönen Glas Weißwein widmen.

Unser Lieblingswein derzeit ist der Sommertied Weissburgunder von Güldenhaus. Er ist ganz leicht und schön spritzig. Güldenhaus ist ein Bremer Traditionsunternehmen welches 180 Jahre alt für seine Spirituosen bekannt war. 1999 hat Güldenhaus ein neues Kapitel aufgeschlagen und verbindet nun Weinkultur mit Bremer Spirituosentradition.

Für diejenigen unter euch die keinen Alkohol trinken möchten, haben wir die tollen Limonaden von J`s im Sortiment. Es gibt sie in drei leckeren Sorten: Pfirsich- Thymian, Birne- Ingwer und Zitrone- Melisse. J ist Jonas- gebürtiger Allgäuer den es hier zu uns nach Bremen verschlagen hat. Die Limonaden sind fruchtig- kräuterig und vegan.

“Wenn du nicht sofort damit aufhörst wird’s aber gleich ZAPPENDUSTER!” Ich liebe alte, vergessene Worte. Okay, Zappenduster benutzen wir wieder regelmäßig seit die Kinder da sind. Es gibt so viele schöne Wörter die man einfach nicht mehr benutzt: Galant, glimmrig, Dreikäsehoch, Firlefanz, Gänsefüßchen, Heimeligkeit, Knalltüte, Luftikus, mucksmäuschenstill, Oberstübchen, Mutterseelenallein, Pfennigfuchser, Springinsfeld (Leo) und eben Zappenduster. Herrlich! Bei all diesen Worten kommt Wehmut auf und man fühlt sich wieder wie bei Oma auf dem Sofa mit einem Glas Zitronensprudel in der Hand.

Und nun steht dieses schöne Wort auf der neuen Senfsorte von Senf Pauli aus Hamburg. Die Senfe haben ja alle schöne Namen: grüne Wellen, Mord im Orient oder Himbeerfelder für Alle. Bei Senf Pauli werden ausschließlich glückliche Zutaten verarbeitet! Der Senf wird auf einer Steinmühle schonend gemahlen. Die Senfsaat stammt aus Norddeutschland. Selbst der Essig wird auf jede Sorte angepasst. Nach einer längeren Reifezeit wird der Senf von Hand abgefüllt und etikettiert. Die Senfe schmecken nicht nur hervorragend sondern sehen auch noch gut aus.

Ich wünsche euch allen eine schöne Zeit- geht nach draußen in die Sonne und werdet #dickbetrunkenundglücklich!

Autor: Nadine

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Ach, du schöne Adventszeit!

Jedes Jahr denke ich im November, dass ich gar nicht in Weihnachtsstimmung bin. Jedes Jahr kurz vor dem ersten Advent ist es dann zuverlässig doch soweit. Woran liegt das? Ich glaube, das liegt daran, dass wir dann schöne Dinge für unsere Läden aussuchen, dass ich eine Weihnachtsmesse besucht habe, dass im Kindergarten bei Leo ein adventlicher Elternabend stattfindet.

Langsam aber sicher fühle ich mich dann doch besinnlich und voller Vorfreude. Ich liebe es die tollen Produkte aus den Kartons zu packen und ins Regal zu räumen, damit ihr sie kaufen könnt. Wir suchen einfach immer nur das aus, was uns selbst am besten gefällt. Es ist wie Weihnachtsgeschenke zu besorgen, für die Menschen die uns am Herzen liegen.

Unsere Heimathaven Vorweihnachtszeit

Ich habe das Gefühl, dass viele Gastronomen und Einzelhändler die Vorweihnachtszeit nicht mögen. Es ist stressig, die Menschen drängen sich mit ihren nassen Mänteln in die Läden, sie haben keine Zeit und wollen alles auf einmal. In der Regel stört mich/ uns das nicht. Im Gegenteil, wir freuen uns, dass ihr an uns denkt, wenn ihr auf der Suche nach Geschenken seid oder einfach eine Pause bei einem Espresso von eurer Shoppingtour braucht.

Wir planen dann auch unsere Weihnachtsfeier. Diese findet allerdings jedes Jahr erst im Januar statt. Das ist für uns alle entspannter. Es geht uns dabei hauptsächlich darum, uns bei unserem Team zu bedanken und gemeinsam mit ihnen einen tollen Abend zu verbringen, an dem wir es uns gut gehen lassen.

An allen anderen Tagen stehen wir dann glücklich in den Läden und freuen uns wenn euch gefällt, was wir für euch ausgesucht haben.

Unsere Dekoration halten wir, wie auch den Rest des Jahres eher schlicht. Wir lieben unserer Stanniol Weihnachtsmänner, die in so tollen Farben daher kommen, dass man nie weiß welche man denn nun kaufen soll. Für uns stehen immer unsere Feinkostprodukte im Vordergrund. Wir achten sehr auf das Design und so ist jede Flasche, jede Tafel Schokolade und jedes Glas schon genug Dekoration.

Unsere ganz persönliche Vorweihnachtszeit

Auch privat liebe ich die Vorweihnachtszeit. Meistens. Na klar, es ist stressig und oft nicht besonders besinnlich, wenn die Kinder die Dekoration zerdeppern oder nach dem Kekse backen eigentlich die Wohnung renoviert werden müsste. Wunschzettel schreiben, macht mit fünfjährigen auch keinen Spaß, weil einfach alles gewünscht wird.

Ja, man muss wirklich aufpassen, dass man vor lauter Besinnlichkeit kein burn out bekommt. Ich versuche es hier mit kleinen Dingen, die sich leicht integrieren lassen:

  • Weihnachtsbücher rausholen und vorlesen (die gibt’s bei uns wirklich erst ab dem 1. Advent)- unser Favorit: Tomte Tumetott
  • Kekse backen (trotz Sauerei)
  • nach einem Spaziergang/ Spielplatzbesuch  rein kommen, bei einem Fußbad mit einer Goldmilch wieder aufwärmen, dabei gern eine Geschichte lesen
  • Zum Frühstück die Adventskerzen anzünden
  • Räuchermännchen anzünden
  • Weihnachtshörspiele hören
  • Adventskalender auspacken, in unserem Adventskalender Buch lesen (uralt, mit Gedichten und Liedern für jeden Tag)
  • Weihnachtsbaum kaufen (immer am dritten Adventswochenende  auf einem kleinen Weihnachtsmarkt eines Bauernhofes)

Bei uns zu Hause habe ich oft einfach nicht die Muße zu viel Dekoration. Es gibt einen selbstgemachten Adventskranz, den Adventskalender, unser Jahreszeitentisch (der eigentlich ein Tablett ist) wird weihnachtlich bestückt und es gibt mehr Kerzen als sonst. Ich mag natürliche Dinge lieber, die einfach so schön sind. Mandarinen und Nüsse zum Beispiel, selbstgemachte Zimtsterne, Lebkuchen. Sie werden dann einfach mit auf den Tisch gestellt- essbare Dekoration.

Ich kaufe auch wirklich wenig Dekokram nach. Jedes Jahr kaufe ich neue Kerzen für den Kranz und einen besonderen Anhänger für den Weihnachtsbaum. Wir kaufen seit fünf Jahren einen Anhänger, der das vergangene Jahr symbolisiert. So war der erste Anhänger ein Baby Junge, weil Leo geboren wurde. Und in diesem Jahr? Was wird es da wohl werden? Ein Baby Mädchen für Carlottas Geburt.

Direkt nach Weihnachten habe ich dann meistens auch die Nase voll von dem Dekokram und ich würde am liebsten alles wieder in seine dunkle Ecke verbannen. Im nächsten November, kurz vor dem ersten Advent, geht das Spiel dann wieder von vorne los und ich freue mich darüber.

 

In der Weihnachtsbäckerei…

Eins sei noch erwähnt: mit dem wunderschönen, ehemaligen Kolonialwarenladen Holtorf haben wir nicht nur die Ladeneinrichtung “geerbt” sondern auch einige fast vergessene Spezialitäten:

Frisches Orangeat und Succade:

Orangeat sind die Schalen von Bitterorangen (Pomeranzen), welche kandiert werden.

Succade oder auch Zitronat sind kandierte Zitronenschalen.

Meistens kennt man dies in kleinen Würfeln, welche man im Supermarkt kaufen kann. Erst durch unsere Holtorf “Übernahme” habe ich gelernt, welche Qualitätsunterschiede es gibt! Unsere Succade, unser Orangeat sind ganze Früchte bzw. Schalen. Ihr könnt sie Grammweise bei uns kaufen und euch frisch schneiden.

Was macht man damit?

Klassisches Weihnachtsgebäck backen- Lebkuchen, Stollen, Früchtebrot….

Ich muss zugeben, mein erster Backversuch in diesem Jahr ist schief gegangen. Es sollte ein saftiger Lebkuchen werden, um ein Lebkuchenhaus zu bauen. Leider war der Teig nach dem Backen sehr hart und der Geschmack war nicht der beste. Ich übe weiter, suche fleißig nach guten Rezepten. Sollte ich fündig werden, gibt es einen Beitrag dazu.

Wer gute Lebkuchen oder Stollenrezepte hat, darf sie uns gern zukommen lassen!

 

Autor: Nadine

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Der Herbst ist da!

Der Herbst ist da. Das ist mir am letzten Wochenende besonders aufgefallen. Wir waren zum dritten Mal bei der Landpartie Gut Horn in Wiefelstede (nähe Oldenburg).

Wir lieben die Atmosphäre dort sehr, Wenn ich an Gut Horn denke, denke ich an Pferdeweiden, Kastanienalleen mit Kopfsteinpflaster und eine tiefliegende Herbstsonne, die alles in goldenes Licht hüllt. Wenn wir morgens kamen um unsere Pagode startklar zu machen, war die Luft stets frisch und kühl und der Boden noch feucht vom Nebel. Das weiße Herrenhaus zieht den Blick magisch an und ich träume von romantischen Hochzeiten in der Orangerie…

In diesem Jahr war es ähnlich, leider spielte das Wetter nicht mit wie gewünscht. Es war windig bis stürmisch und am Sonntag regnete es Bindfäden.

Wir haben uns auf unsere Eigenmarken fokussiert und den Charme des alten Kolonialwarenladens aufleben lassen. Ein wenig rustikaler zwar, aber gut. Es erklang dieselbe Musik wie im Geschäft in Bremen- Chansons und Musik aus den 20er und 30er Jahren.

Es gab das klassische Holtorf Müsli nach uraltem Rezept, unsere hausgemachte Karamellcreme, Gewürze in den hübschen Porzellantöpfen und zum ersten Mal unseren eigenen Tee! Wir arbeiten an unserem Tee schon eine gefühlte Ewigkeit. Der Tag ist einfach immer zu kurz, vor allem wenn man noch zwei kleine Kinder hat.

Wir haben Anfang des Jahres Teeproben geordert, verkostet und bewertet und unsere Top 22 zusammengestellt. In Zusammenarbeit mit unserem Grafikerhaben wir Etiketten erstellt, die ich sehr liebe. Das Muster ist das Muster der Bodenfliesen aus unserem Laden. Sie sind noch original von 1910 und stammen von Villeroy und Boch. Wir haben uns Namen für die Tees ausgedacht. Sie verkörpern all das, was wir mögen. Schöne alte Worte, unsere Kinder, Fünf- Uhr Tee. Hach, wie kann eine Tasse Tee das Leben doch bereichern. Ich bin wirklich verliebt in das was wir geschaffen haben.

Letzte Woche haben wir an drei Abenden jede Dose von Hand mit unseren Etiketten beklebt. Pro Dose sind es drei Stück. Das war ein schönes Stück Arbeit, ich mochte es dennoch. Endlich mal drei Abende, die Sascha und ich gemeinsam für uns hatten. In Ruhe ein paar Dinge besprechen und einfach mal wieder quatschen. Da fühlte sich das Ganze gar nicht mehr wie Arbeit an. Obwohl ich sagen muss, dass sich vieles was wir tun, nicht wie Arbeit anfühlt. Sondern einfach nach Liebe und Spaß.

Aber zurück zur Landpartie und unserem herbstlichen Wochenende. Ich habe die Landpartie eher “privat” besucht, wenn man das als Selbstständige so sagen kann. Ich habe nicht vor Ort gearbeitet, das hat Sascha übernommen. Ich bin derzeit noch viel mit den Kindern und meinem Home Office eingebunden.

Ich packte die Kinder und mich also wetterfest ein und wir fuhren nach Gut Horn. Im Schlepptau hatte ich noch meine Schwester mit ihren Jungs, meine Mutter und meine Oma. Vier Mädels und vier Kinder. Wir sahen uns all die schönen Dinge an die es dort gab. Gönnten uns ein Glas Champagner und einen fantastischen Wildburger von Herrlich Essen. 

Später gab es den obligatorischen Cappuccino von Käthe Kaffee und noch eine leckere Kürbissuppe von den Geschmacksträgern.

Mit dem Wetter hatten wir dann tatsächlich Glück. Wir saßen draußen und genossen den Tag. Ich finde, Landpartien sind nicht besonders gut für kleine Kinder geeignet. Schon gar nicht für wilde, kleine Jungs. Umso schöner war es, dass es dort viele Apfel- und Kastanienbäume gab. Die Jungs haben zwei Taschen voll Kastanien gesammelt, die heute noch zu Ketten verarbeitet werden wollen. Leo ist ein großer Apfel Liebhaber und hat sich die Taschen mit  Äpfeln voll gemacht.

Wir haben den ganzen Nachmittag dort verbracht und die Kinder sind zu Hause erschöpft eingeschlafen.

Am Sonntag gab es wieder einen Ausflug. Dieses Mal zum Kürbisfest nach Ohlenstedt. Die gleiche Konstellation wie am Freitag. Aber das Kürbisfest ist auch etwas für die Kleinen. Es gab ein Zelt wo sie sich mit den Pfadfindern Stockbrot machen konnten, einen großen Sandhügel zum draufklettern (Leos Paradies) und einen Stall mit Stroh und Heu zum toben und wild sein.

Auch da haben wir wieder eine Kürbissuppe gegessen- was auch sonst? Außerdem kann man (natürlich) allerlei Kürbisse kaufen. Bekannte und Unbekannte. Alle stets mit Ideen und Tipps zur Zubereitung. Ich habe zwei Stück gekauft. Mandarin Mini Pumpkin, den man einfach in Scheiben schneidet und brät, wie Bratkartoffeln. Und den Bananas- er soll süß sein und Babys sehr gut schmecken. Wir haben nämlich eine kleine Feinschmeckerin zu Hause, die nicht alles mag.

Nun ist also wirklich der Herbst da. Mit Regen und Wind, mit Kürbissen und Laub. Ich freue mich auf die dunkle Jahreszeit. Es wird Zeit für Kerzen und Gemütlichkeit.

 

 

Geschrieben von Nadine

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