Neues im Heimathaven

Eines der Dinge, die wir uns vorgenommen haben, als wir Heimathaven gründeten, war stets spannend zu bleiben für unsere Gäste. Es soll immer etwas Neues zu entdecken geben. Die Welte der Spezialitäten und Feinkost ist so bunt und vielfältig, da kommen wir kaum hinterher. Heute stelle ich euch hier die Dinge vor, die wir in diesem Monat für euch ausgesucht haben. Manche Stücke begleiten uns schon eine ganze Weile auf unserem Weg, wir lieben sie aber so sehr, dass wir sie euch nicht vorenthalten wollen!

Unsere Osterhasen sind wieder da!

Jedes Jahr am Ende des Winters trudeln sie wieder ein: wunderschöne Osterhasen in buntem Stanniolpapier! Sie bestehen aus feinster Vollmilchschokolade und werden aufwändig von Hand in die Formen gegossen. 100% handgemacht in Deutschland. Wenn man sie nicht essen mag, sind sie auch einfach schön anzusehen! Ich freue mich jedes Jahr auf die Häschen- obwohl: kann man bei 2kg noch von Häschen sprechen?

Mais Mais Baby!

Frisch aus Berlin sind die Popkorn Variationen von Knalle eingetroffen. Lucie und André sind die Gesichter hinter Knalle. Ähnlich wie wir, starteten sie ihr Unternehmertum mit einem eigenen Café. Nach und nach entwickelte sich die Liebe für exquisites Popkorn. Wem läuft bei diesen Sorten nicht das Wasser im Mund zusammen? Tonkabohne Kokos,
Butterkaramell mit Tahiti Vanille, weiße Schokolade mit Salzbrezeln, Thai Curry mit gerösteter Erdnuss…. Sascha liebt
Belgische Schokolade mit gerösteten Mandeln und ich mag am liebsten Malaber Pfeffer mit Meersalz. Zur Not esse ich aber auch alle anderen Sorten…

Chutney braucht man immer!

Bereits vom ersten Tag in Oldenburg stand bei uns das Chutney von der lieben Susann im Regal. Ein Hauch von Indien weht bis nach Stade und von dort in unsere Läden. Chutneys sind würzige “Marmeladen”, die so manche Gerichte verfeinern oder ihnen den letzten Schliff verleihen. Sie schmecken zu Fisch und Fleisch, zu Pasta und Salaten, in Kuchen oder auf geröstetem Brot und zu fast allem was euch sonst noch einfällt.

Susann ist eine Powerfrau, die erst mit 70 Jahren ihre Selbstständigkeit verwirklicht hat. In jedem Chutney stecken regionale Zutaten und ganz viel Herzblut. Natürlich werden keine Aromen oder andere Zusätze verwendet.

Rette den Regenwald indem du Trüffel isst

Ganz frisch sind die Trüffel von Love Cocoa: salted Caramel (gesalzenes Karamell), Pink Gin (Pink Gin ist ein klassischer, englischer Drink- früher einfach ein Gin mit ein wenig Angostura Bitter) und Raspberry Champagne (Himbeer Champagner). Ich liebe sie alle und könnte gar keinen Favoriten nennen. Trüffel sind aber auch zu gut!

Love Cocoa ist eine englische Manufaktur, welche von dem Ur-Ur-Ur Enkel von John Cadbury gegründet wurde. Die ursprüngliche, recht bekannte Marke Cadbury wurde vor einigen Jahren an den amerikanischen Mondelez Konzern verkauft. Love Cocoa verzichtet auf Palmöl und ist Teil der Rainforest Foundation. Diese setzt sich für den Erhalt des Regenwaldes ein, indem sie die Rechte der dort lebenden indigenen Völker verteidigt.

Schokolade Made In Africa

Noch eine Schokolade mit der man Gutes tut. “From Bean to Bar” ist so ein Satz den man im Zusammenhang mit Schokolade immer öfter hört. Von der Bohne bis zur fertigen Tafel wird MIA komplett auf Madagaskar produziert: rösten, schälen, malen, conchieren und verpacken. Alles unter einem Dach! Dies bedeutet Fairtrade und direkte Hilfe vor Ort. Wenn es doch immer so “einfach” wäre.

Autor: Nadine

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Verstärkung gesucht! #Auszubildende

Es gab eine Zeigt in meinem Leben, und auch bei Sascha, in der ich meine Arbeit einfach nicht mehr mochte. Diese Zeit gab es bei mir bisher zweimal. Es war nicht die Arbeit an sich, die ich nicht mehr mochte. Vielmehr waren es die Umstände. Die Hintergründe. Dinge über die man sich als “Angestellter” eben so ärgert. Nicht genehmigte Freiwünsche oder Urlaubstage. Faule Kollegen. Überstunden, weil einfach Personal gefehlt hat. Kollegen die krank sind. Niemand kümmert sich um die eigene Weiterentwicklung. Andere werden befördert, dabei ist man doch selbst schon so lange da und müsste endlich an der Reihe sein…

Wie gesagt, es war meistens nicht die Arbeit an sich. Ich liebe es Menschen eine Freude zu machen, ich mag den Stress den die Arbeit in der Gastronomie mit sich bringt. Ich mochte immer den rauen Ton, der zwischen Service und Küche herrscht- am Ende des Tages waren wir stets Freunde und stolz auf unsere Leistung. Je voller das Restaurant war umso mehr Spaß machte es. Und doch kam dieser Punkt an dem ich nicht mehr glücklich war. Was war passiert? Gab es gar einen Schuldigen? Na klar! Alle anderen, nur nicht ich selbst. Für mein dafürhalten gab ich stets mein Bestes. Hatte eine Beförderung verdient.

Ich wurde tatsächlich in jedem Betrieb befördert oder mir wurde mehr Verantwortung übertragen- bis zu einem gewissen Punkt. Und genau an dem Punkt stand ich mir selbst im Wege. Es lag (meistens) nicht an meinen Vorgesetzen oder meinen Kollegen. Es lag an mir selbst. Es fehlte mir an Selbstreflexion. An Flexibilität. Ich war zu eingefahren- “das machen wir hier schon immer so!”… Ich war nicht bereit mich zu verändern.

Muss man sich verändern um Anderen zu gefallen?

Nö, das muss man nicht. Dann geht es aber häufig nicht weiter. Dann ist der Weg zu Ende. Entweder bleibt man dann in diesem ,mittlerweile ungeliebten, Job oder man sucht sich was Neues. Leider ist das Gras auf der anderen Seite meistens nicht grüner. Oder man macht das grüne Gras mit seinem Selbst kaputt. Ich habe mich weiter entwickelt. Habe gelernt mich selbst zu kritisieren, an mir zu arbeiten. Manche Dinge hatten nichts mit mir persönlich zu tun. Unbezahlte Überstunden zum Beispiel. Das ist einfach unterirdisch und traurig, dass es Betriebe gibt in denen das immer noch so ist.

Es gibt natürlich viele Menschen, die sind glücklich mit dem was sie tun. Sie wollen keine Verantwortung sondern einfach ihren Job machen. Das wollte ich nie. Ich mag Herausforderungen und löse gern Probleme. Ich brauche ein gewisses Stresslevel um zu funktionieren.

Was hat das alles mit Heimathaven zu tun?

Für mich eine ganze Menge. Wir sind zurzeit auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Wir suchen für Oldenburg zwei Auszubildende im Bereich “Fachkraft im Gastgewerbe”, einen Mitarbeiter im Service und in Bremen einen Mitarbeiter im Verkauf. Und das ist gar nicht so leicht. Man hört ja immer wieder wie schwer es ist “gutes Personal” zu finden. Dem stimme ich nur bedingt zu. Für “gutes Personal” sind in erster Linie die Arbeitgeber zuständig. Biete einen attraktiven Arbeitsplatz, so findest du motivierte Menschen die für dich arbeiten wollen.

Der zweite wichtige Punkt ist der Mensch selbst. Er muss bereit sein an sich zu arbeiten, er muss Menschen lieben, er muss gern Gastgeber sein. Er muss die Arbeitszeiten mögen und mit seinem Privatleben vereinbaren.

In der Gastronomie arbeiten nur Vollidioten und die werden auch noch ausgebeutet

Das kann ich nur zum Teil bestätigen. Vollidioten gibt es überall. Dass man ausgebeutet wird scheint bis heute in vielen Betrieben Gang und Gebe zu sein. Und das ist das wirklich traurige daran. Die Berufe an sich sind einfach toll.

Als Koch kann man kreativ sein, kann viel Neues entdecken, sich selbst verwirklichen- wenn man nicht durch den Chef ausgebremst wird.

Als Hotelfachfrau hat man so viele Möglichkeiten! Man kann die Welt auf einem Kreuzfahrtschiff bereisen, man kann in den besten Hotels der Welt arbeiten.

Als Restaurantfachfrau hat man mit so vielen Menschen zu tun, Stammgäste zu haben ist wirklich schön und bereichernd. Man hat die Möglichkeit so manchem Promi ganz nah zu sein.

Fachkraft im Gastgewerbe

Ist das nicht so ein Hilfsjob? Leider hat dieser Beruf oft den Beigeschmack eines Helferjobs. Er sei nicht vollwertig genug. Sollte einem dies wichtig sein, kann man noch ein Jahr Ausbildung (Hotelfach oder Restaurantfach) dranhängen. Es kommt immer darauf an, was man möchte. Möchtest du in einem hippen Laden als Barista oder Barkeeper arbeiten? Möchtest zu in die Systemgastronomie wechseln? Dies sollte in den meisten Fällen kein Problem sein- denn hier kommt es auf dich als Mensch an. Viele große Betriebe haben ihre eigenen Trainee Programme, für die eine Fachkraft Ausbildung völlig ausreichend ist.

Ich befürchte, dass der Ruf der Gastronomie so schlecht ist, und man deswegen schlecht neue Mitarbeiter findet. Viele sehen die Arbeit als Nebenjob an. “Kellnern kann doch jeder!” Damit ist es aber eben nicht getan. Unsere Arbeit wird so oft verharmlost. “Ein Café aufmachen, das ist mein großer Traum!” Wenn man dann in seinem Café steht und die Gäste einem die Bude einrennen- alle auf einmal- dann wird’s eng. Oder wenn die Gäste ausbleiben, weil die Getränke nicht schmecken- dann wird’s auch eng. Man bekommt meistens sofort Feedback. Jeden Tag sieht man glückliche oder unglückliche Gäste. Manche sagen einem direkt ins Gesicht was sie von dir und deinem “Saftladen” halten. Wir sind Schuld, wenn das Wetter schlecht ist oder wenn kein Fensterplatz frei ist. Wir sind Schuld, wenn die Tischnachbarn zu laut reden oder gar ein Baby plärrt.

Wir sind nicht nur “Kellner”. Wir sind Berater, Freunde, Psychologen und Prellböcke. Das ist genau das was man entweder liebt oder hasst. Willst du das alles nicht sein, dann bist du in der Tat falsch in der Gastronomie.

Gäste statt Kunden

Aber in Bremen ist doch alles anders. Da werden Mitarbeiter “im Verkauf” gesucht. Hier ist gar nichts anders. Vielleicht auch nur, weil Sascha und ich Gastronomen sind. Geht nicht, gibt’s nicht und so. Das leben wir vor. Wir sind auch in Bremen Gastgeber und haben keine Kunden sondern Gäste. Viele Mitarbeiter im Einzelhandel scheinen sich eher als der Mittelpunkt des Ladens zu sehen. Kunden stören häufig nur beim Plausch mit dem Kollegen. “Das ist nicht meine Abteilung!”, “Sorry, ich habe jetzt Pause!” Vielleicht bin ich voller Vorurteile, jedoch habe ich genau das nur allzu häufig gesehen. Manche Verkäufer sind penetrant und dazu noch fachlich inkompetent. Manche geben bloß Handzeichen oder stellen “Kasse geschlossen” Schilder auf, statt mit mir zu reden. Was für ein Alptraum!

Man merkt, dass dies ein emotionales Thema für mich ist. Ich komme vom Hundersten ins Tausendste.

Was ich eigentlich sagen will…

ist, dass wir zwei Ausbildungsplätze zu vergeben haben. Diese vergeben wir nicht an den Klassenbesten, sondern an den- oder diejenige die zu uns passt. An jemanden der Lust auf den Beruf hat, der Gäste mag, der sich für Delikatessen interessiert, der bereit ist Neues zu lernen.

Wo seid ihr, ihr tollen Menschen? Schaut euch unser Video an und dann meldet euch bei uns! Wir warten sehnlichst auf euch!

Autor: Nadine

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