#dickbetrunkenundglücklich

Jetzt ist Schluss mit der Selbstoptimierung! Ein Besuch bei uns (online oder offline) macht euch glücklich!

Unter Über uns könnt ihr unsere Geschichte nachlesen. In diesem Beitrag möchte ich euch erzählen, warum wir Heimathaven gegründet haben. Inspiration unsere Philosophie so aufzubereiten, gab mir das Buch “Big 5 for life” von John Strelecky. Ich möchte hier nicht näher auf das Buch eingehen, jedoch geht es darum sich bewusst zu machen warum man da ist. Als Mensch und auch als Unternehmen.

Wir wollen unsere Gäste #dickbetrunkenundglücklich machen!

Unsere Heimathaven Philosophie:

  • Wir möchten eine gute Ökobilanz haben und Nachhaltig sein (biologische Verpackungen ohne Plastik, kaum Mitarbeiterfluktuation, biologische Reinigungsmittel, regionale Ware, Produkte aus kleinen Manufakturen- die ebenso handeln wie wir)
  • Wir leben und verbinden Traditionelles mit der Zukunft (klassische Gastronomie/ klassischer Einzelhandel mit der digitalen Welt)
  • Inspiration sein für unsere Gäste, unser Team und unsere Partner, wir sind Lebensfreude Erfüller
  • Die Welt ein kleines Stückchen besser machen- Wertschätzung für unsere Produkte, Gäste und Mitarbeiter
  • Gemeinsam stark sein, Gemeinschaft fordern und fördern

 

 

Das war unser erstes Foto. Aufgenommen von einem guten Freund in unserem Garten, vor gut dreieinhalb Jahren. Kurz zuvor kündigten wir unsere unbefristeten Arbeitsverträge. Das war ein seltsames Gefühl. Leo war da gerade mal ein Jahr alt. Was für eine Verantwortung! Wir sind und waren damals mutig. Mut braucht man um sich Selbstständig zu machen, um Unternehmer zu werden. Auch uns wurde einiges an Skepsis entgegen gebracht. Mittlerweile ist Skepsis dem Stolz gewichen.

Wir stecken all unsere Liebe in Heimathaven. Wir erschaffen einen Haven, an dem Manufakturprodukte eine neue Heimat finden. Es gibt noch so viel für uns tun! Unsere Köpfe und Notizbücher stecken voller Ideen, die umgesetzt werden wollen. Immer wieder entdecken wir neue Delikatessen, die wir in unseren Läden anbieten möchten.

Stets suchen wir immer nur das aus, was uns persönlich gefällt. Es gibt kein Produkt, hinter dem wir nicht stehen. Wäre ja auch schön blöd, oder? Immerhin haben wir den Schritt ins eigene Unternehmen gewagt, um euch zu zeigen wie toll und bunt die Welt außerhalb der großen Handelskonzerne ist. Und so gibt es eben nur das was uns gefällt.

Oft habe ich das Gefühl, noch ganz am Anfang zu stehen, obwohl schon drei Jahre hinter uns liegen. Das ist es wohl, was es ausmacht, das zu tun, was glücklich macht. Immer wieder Neues entdecken und nicht still zu stehen. Das motiviert und bewegt uns.

Wir freuen uns, dass ihr uns begleitet, auf unserer Reise ins Glück!

 

 

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Neues im Heimathaven #2

Langsam aber sicher ist der Frühling in seiner ganzen Pracht zu sehen. Grüne Bäume, Kirsch- und Apfelblüten zieren die Straßen. Ich liebe diese Zeit! Wir sind alle wieder gern draußen und so manch Einer nutzt die ersten warmen Tage um den Grill zu befeuern oder um einfach so draußen zu essen.

Schon immer habe ich gern draußen gesessen, mit Kindern sitze ich nun noch lieber draußen. Es darf gekleckert werden, Hände waschen vorm Essen wird draußen auch überbewertet. Und wenn die Kinder mit Essen fertig sind können wir uns einem schönen Glas Weißwein widmen.

Unser Lieblingswein derzeit ist der Sommertied Weissburgunder von Güldenhaus. Er ist ganz leicht und schön spritzig. Güldenhaus ist ein Bremer Traditionsunternehmen welches 180 Jahre alt für seine Spirituosen bekannt war. 1999 hat Güldenhaus ein neues Kapitel aufgeschlagen und verbindet nun Weinkultur mit Bremer Spirituosentradition.

Für diejenigen unter euch die keinen Alkohol trinken möchten, haben wir die tollen Limonaden von J`s im Sortiment. Es gibt sie in drei leckeren Sorten: Pfirsich- Thymian, Birne- Ingwer und Zitrone- Melisse. J ist Jonas- gebürtiger Allgäuer den es hier zu uns nach Bremen verschlagen hat. Die Limonaden sind fruchtig- kräuterig und vegan.

“Wenn du nicht sofort damit aufhörst wird’s aber gleich ZAPPENDUSTER!” Ich liebe alte, vergessene Worte. Okay, Zappenduster benutzen wir wieder regelmäßig seit die Kinder da sind. Es gibt so viele schöne Wörter die man einfach nicht mehr benutzt: Galant, glimmrig, Dreikäsehoch, Firlefanz, Gänsefüßchen, Heimeligkeit, Knalltüte, Luftikus, mucksmäuschenstill, Oberstübchen, Mutterseelenallein, Pfennigfuchser, Springinsfeld (Leo) und eben Zappenduster. Herrlich! Bei all diesen Worten kommt Wehmut auf und man fühlt sich wieder wie bei Oma auf dem Sofa mit einem Glas Zitronensprudel in der Hand.

Und nun steht dieses schöne Wort auf der neuen Senfsorte von Senf Pauli aus Hamburg. Die Senfe haben ja alle schöne Namen: grüne Wellen, Mord im Orient oder Himbeerfelder für Alle. Bei Senf Pauli werden ausschließlich glückliche Zutaten verarbeitet! Der Senf wird auf einer Steinmühle schonend gemahlen. Die Senfsaat stammt aus Norddeutschland. Selbst der Essig wird auf jede Sorte angepasst. Nach einer längeren Reifezeit wird der Senf von Hand abgefüllt und etikettiert. Die Senfe schmecken nicht nur hervorragend sondern sehen auch noch gut aus.

Ich wünsche euch allen eine schöne Zeit- geht nach draußen in die Sonne und werdet #dickbetrunkenundglücklich!

Autor: Nadine

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So feiern wir Ostern!

Jedes Jahr im Frühling denke ich: “Ich glaube ich mag Ostern lieber als Weihnachten!”. Die Bäume bekommen ihre ersten grünen Blätter, die Luft wird milder, die Sonne scheint. Ich bekomme Lust auf Sonnenbrillen und Eis und kann es kaum abwarten offene Schuhe zu tragen.

In diesen Tagen lässt uns die Sonne nicht im Stich. Sie scheint und es wird wärmer. Wir sind in österlicher Stimmung. Unsere Lebensgeister erwachen wieder. Die Welt wird bunter. Man kann wieder draußen sitzen und seinen Kaffee genießen. Herrlich! Leo hat vom Kindergarten Ostergras mitgebracht, schöne Weidenkätzchenzweige zieren unseren Esstisch.

Wir feiern Ostern eher im “klassischen Sinn”. Samstag Abend gibt es bei uns im Dorf stets ein großes Osterfeuer. Ich erinnere mich noch heute an den Rückweg vom Osterfeuer- als ich selbst noch ein Kind war. Die Sonne ging unter und ich war voller Vorfreude und Erwartung auf den nächsten Tag.

Am Ostersonntag stehe ich ganz früh auf um in unserem Garten Schokoladenhäschen und Ostereier für die Kinder zu verstecken. Meine Schwester kommt mit ihren Jungs vorbei und wir treffen uns alle im Garten zur großen Eier- Schokoladensuche. Meine Tante und mein Onkel sind dabei und früher sogar immer meine Oma. Carlotta kann seit einigen Tagen laufen- sie wird den “großen Jungs” beim Suchen helfen können.

Meistens kommt nachmittags die ganze Familie zu Kaffee und Kuchen zusammen- dies fällt in diesem Jahr leider aus. Es fallen zu viele aufgrund ihres Jobs aus und müssen arbeiten. Dennoch machen wir uns ein paar schöne Tage und genießen das tolle Wetter.

Unsere Ostereier werde ich in diesem Jahr das erste Mal natürlich färben. Das habe ich mir schon ewig vorgenommen, nun werde ich es endlich ausprobieren. Dazu verwende ich Kurkuma, Zwiebeln, Kaffee, rote Beete und Spinat. Eine tolle Anleitung habe ich bei Utopia gefunden. Bei den Eiern an sich ist mir wichtig dass es Demeter Eier sind. Noch lieber verwende ich die Eier aus Leos Kindergarten. Und eines Tages haben wir vielleicht eigene Hühner im Garten, wer weiß?

Ostern in Bremen

In unseren Läden sind die Osterhasen schon vor Wochen eingezogen. Hübsch verpackt in buntem Stanniolpapier. Ich hoffe sie werden für einige strahlende Augen sorgen.

Was wäre Ostern ohne Eierlikör? Gar nichts! Bi uns im Norden heet dat Klötenkööm und der darf einfach nicht fehlen. Wer es nicht schafft selbst welchen zu machen ist bei uns gut aufgehoben. Es gibt ihn klassisch oder mit Orange- aus der Brennerei Ehringhausen.

Nicht aus der besten Schokolade gemacht, dennoch ein Stück Ostern für mich sind diese kleinen Schokoladenkäfer. Ich habe sie als Kind schon geliebt und mag sie bis heute. Manchmal zählen Erinnerungen eben mehr als Qualität. Es gibt viele Dinge, die man bis heute mag, weil man sie von klein auf kennt. Das können diese Käfer sein oder eben auch Vanillepudding aus der Tüte ohne echte Vanille. So ist das eben im Leben- es kommt auf die richtige Mischung an. Das Eine kann ohne das Andere nicht bestehen. Und so sind unsere Feste keine Delikatessenbomben sondern eine Kombination aus Besonderheiten und Altbewährtem.

Ostern in Oldenburg

In Oldenburg gibt es unser leckeres Heimathaven Frühstück. Als besonderes Extra gibt es eine österliche Zusatzkarte. Falls ihr noch einen Platz ergattern könnt freuen wir uns darauf euch euer Osterfest zu versüßen. Wir haben an allen Feiertagen für euch geöffnet! Es empfiehlt sich eine telefonische Reservierung. Solltet ihr keinen Platz mehr bekommen- keine Sorge- wir sind an jedem anderen Tag auch für euch da. Vielleicht nicht österlich, aber immer in guter Stimmung.

Wir wünschen euch ein wunderbares Osterfest!

Autor: Nadine

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Kommt ihr jetzt ins Fernsehen?

Und ob wir “ins Fernsehen” kommen! Vor ein paar Wochen bekamen wir einen Anruf von einer Mitarbeiterin des NDR. Für die Nordtour mit dem Thema “Frühling in der Stadt- hanseatisch genießen” wollten Sie uns gern dabei haben. Da brauchten wir nicht lange überlegen! Natürlich wollten wir dabei sein.

Eine ganze Nordtour aus Bremen- da dürfen wir nicht fehlen. Am letzten Sonntag war es dann soweit: Der Drehtermin war gekommen und ein Fernsehteam des NDR kam uns besuchen. Sascha und ich waren schon früher da um unseren Laden von seiner schönsten Seite zeigen zu können. Es war ein herrlicher Frühlingstag und das Viertel war voll von Leuten die die Sonne genossen. Es war aufregend, als die drei Wagen des NDR vorfuhren und Kameras und Lampen ausgeladen wurden. Das Team hatte schon einen recht langen Tag hinter sich und unter anderem die Bremer Unionsbrauerei besucht.

Dennoch waren alle so freundlich und gut gelaunt, dass es einfach Spaß gemacht hat. Wir beantworteten viele Fragen zu unserer Geschichte und zu unseren Läden, während um uns herum alles Mögliche aufgebaut wurde. So viel Arbeit steckt in den kurzen Clips, die wir dann am Ende zu sehen bekommen. Wir bekamen Mikrofone und ich wurde noch etwas aufgehübscht. Nach einem kurzen Meeting ging es dann los: Kamera an und Action!

Um was geht es denn nun?

Am Ostermontag um 18:30 Uhr wird im NDR die Nordtour ausgestrahlt. Die Moderatorin Bärbel Fening besucht unsere schöne Hansestadt Bremen. Es gibt Neues zu sehen- abseits der altbekannten Touristenpfade. Und alles unter dem Deckel “hanseatisch genießen”. Viel Spaß beim Zuschauen- es gibt immer wieder Neues zu entdecken!

Besuche einmal im Jahr einen Ort, an dem du noch nie warst!

(gelesen bei unserem letzten Urlaub- hing an der Wand vom Hotelzimmer)

Autor: Nadine

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Neues im Heimathaven

Eines der Dinge, die wir uns vorgenommen haben, als wir Heimathaven gründeten, war stets spannend zu bleiben für unsere Gäste. Es soll immer etwas Neues zu entdecken geben. Die Welte der Spezialitäten und Feinkost ist so bunt und vielfältig, da kommen wir kaum hinterher. Heute stelle ich euch hier die Dinge vor, die wir in diesem Monat für euch ausgesucht haben. Manche Stücke begleiten uns schon eine ganze Weile auf unserem Weg, wir lieben sie aber so sehr, dass wir sie euch nicht vorenthalten wollen!

Unsere Osterhasen sind wieder da!

Jedes Jahr am Ende des Winters trudeln sie wieder ein: wunderschöne Osterhasen in buntem Stanniolpapier! Sie bestehen aus feinster Vollmilchschokolade und werden aufwändig von Hand in die Formen gegossen. 100% handgemacht in Deutschland. Wenn man sie nicht essen mag, sind sie auch einfach schön anzusehen! Ich freue mich jedes Jahr auf die Häschen- obwohl: kann man bei 2kg noch von Häschen sprechen?

Mais Mais Baby!

Frisch aus Berlin sind die Popkorn Variationen von Knalle eingetroffen. Lucie und André sind die Gesichter hinter Knalle. Ähnlich wie wir, starteten sie ihr Unternehmertum mit einem eigenen Café. Nach und nach entwickelte sich die Liebe für exquisites Popkorn. Wem läuft bei diesen Sorten nicht das Wasser im Mund zusammen? Tonkabohne Kokos,
Butterkaramell mit Tahiti Vanille, weiße Schokolade mit Salzbrezeln, Thai Curry mit gerösteter Erdnuss…. Sascha liebt
Belgische Schokolade mit gerösteten Mandeln und ich mag am liebsten Malaber Pfeffer mit Meersalz. Zur Not esse ich aber auch alle anderen Sorten…

Chutney braucht man immer!

Bereits vom ersten Tag in Oldenburg stand bei uns das Chutney von der lieben Susann im Regal. Ein Hauch von Indien weht bis nach Stade und von dort in unsere Läden. Chutneys sind würzige “Marmeladen”, die so manche Gerichte verfeinern oder ihnen den letzten Schliff verleihen. Sie schmecken zu Fisch und Fleisch, zu Pasta und Salaten, in Kuchen oder auf geröstetem Brot und zu fast allem was euch sonst noch einfällt.

Susann ist eine Powerfrau, die erst mit 70 Jahren ihre Selbstständigkeit verwirklicht hat. In jedem Chutney stecken regionale Zutaten und ganz viel Herzblut. Natürlich werden keine Aromen oder andere Zusätze verwendet.

Rette den Regenwald indem du Trüffel isst

Ganz frisch sind die Trüffel von Love Cocoa: salted Caramel (gesalzenes Karamell), Pink Gin (Pink Gin ist ein klassischer, englischer Drink- früher einfach ein Gin mit ein wenig Angostura Bitter) und Raspberry Champagne (Himbeer Champagner). Ich liebe sie alle und könnte gar keinen Favoriten nennen. Trüffel sind aber auch zu gut!

Love Cocoa ist eine englische Manufaktur, welche von dem Ur-Ur-Ur Enkel von John Cadbury gegründet wurde. Die ursprüngliche, recht bekannte Marke Cadbury wurde vor einigen Jahren an den amerikanischen Mondelez Konzern verkauft. Love Cocoa verzichtet auf Palmöl und ist Teil der Rainforest Foundation. Diese setzt sich für den Erhalt des Regenwaldes ein, indem sie die Rechte der dort lebenden indigenen Völker verteidigt.

Schokolade Made In Africa

Noch eine Schokolade mit der man Gutes tut. “From Bean to Bar” ist so ein Satz den man im Zusammenhang mit Schokolade immer öfter hört. Von der Bohne bis zur fertigen Tafel wird MIA komplett auf Madagaskar produziert: rösten, schälen, malen, conchieren und verpacken. Alles unter einem Dach! Dies bedeutet Fairtrade und direkte Hilfe vor Ort. Wenn es doch immer so “einfach” wäre.

Autor: Nadine

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Verstärkung gesucht! #Auszubildende

Es gab eine Zeigt in meinem Leben, und auch bei Sascha, in der ich meine Arbeit einfach nicht mehr mochte. Diese Zeit gab es bei mir bisher zweimal. Es war nicht die Arbeit an sich, die ich nicht mehr mochte. Vielmehr waren es die Umstände. Die Hintergründe. Dinge über die man sich als “Angestellter” eben so ärgert. Nicht genehmigte Freiwünsche oder Urlaubstage. Faule Kollegen. Überstunden, weil einfach Personal gefehlt hat. Kollegen die krank sind. Niemand kümmert sich um die eigene Weiterentwicklung. Andere werden befördert, dabei ist man doch selbst schon so lange da und müsste endlich an der Reihe sein…

Wie gesagt, es war meistens nicht die Arbeit an sich. Ich liebe es Menschen eine Freude zu machen, ich mag den Stress den die Arbeit in der Gastronomie mit sich bringt. Ich mochte immer den rauen Ton, der zwischen Service und Küche herrscht- am Ende des Tages waren wir stets Freunde und stolz auf unsere Leistung. Je voller das Restaurant war umso mehr Spaß machte es. Und doch kam dieser Punkt an dem ich nicht mehr glücklich war. Was war passiert? Gab es gar einen Schuldigen? Na klar! Alle anderen, nur nicht ich selbst. Für mein dafürhalten gab ich stets mein Bestes. Hatte eine Beförderung verdient.

Ich wurde tatsächlich in jedem Betrieb befördert oder mir wurde mehr Verantwortung übertragen- bis zu einem gewissen Punkt. Und genau an dem Punkt stand ich mir selbst im Wege. Es lag (meistens) nicht an meinen Vorgesetzen oder meinen Kollegen. Es lag an mir selbst. Es fehlte mir an Selbstreflexion. An Flexibilität. Ich war zu eingefahren- “das machen wir hier schon immer so!”… Ich war nicht bereit mich zu verändern.

Muss man sich verändern um Anderen zu gefallen?

Nö, das muss man nicht. Dann geht es aber häufig nicht weiter. Dann ist der Weg zu Ende. Entweder bleibt man dann in diesem ,mittlerweile ungeliebten, Job oder man sucht sich was Neues. Leider ist das Gras auf der anderen Seite meistens nicht grüner. Oder man macht das grüne Gras mit seinem Selbst kaputt. Ich habe mich weiter entwickelt. Habe gelernt mich selbst zu kritisieren, an mir zu arbeiten. Manche Dinge hatten nichts mit mir persönlich zu tun. Unbezahlte Überstunden zum Beispiel. Das ist einfach unterirdisch und traurig, dass es Betriebe gibt in denen das immer noch so ist.

Es gibt natürlich viele Menschen, die sind glücklich mit dem was sie tun. Sie wollen keine Verantwortung sondern einfach ihren Job machen. Das wollte ich nie. Ich mag Herausforderungen und löse gern Probleme. Ich brauche ein gewisses Stresslevel um zu funktionieren.

Was hat das alles mit Heimathaven zu tun?

Für mich eine ganze Menge. Wir sind zurzeit auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Wir suchen für Oldenburg zwei Auszubildende im Bereich “Fachkraft im Gastgewerbe”, einen Mitarbeiter im Service und in Bremen einen Mitarbeiter im Verkauf. Und das ist gar nicht so leicht. Man hört ja immer wieder wie schwer es ist “gutes Personal” zu finden. Dem stimme ich nur bedingt zu. Für “gutes Personal” sind in erster Linie die Arbeitgeber zuständig. Biete einen attraktiven Arbeitsplatz, so findest du motivierte Menschen die für dich arbeiten wollen.

Der zweite wichtige Punkt ist der Mensch selbst. Er muss bereit sein an sich zu arbeiten, er muss Menschen lieben, er muss gern Gastgeber sein. Er muss die Arbeitszeiten mögen und mit seinem Privatleben vereinbaren.

In der Gastronomie arbeiten nur Vollidioten und die werden auch noch ausgebeutet

Das kann ich nur zum Teil bestätigen. Vollidioten gibt es überall. Dass man ausgebeutet wird scheint bis heute in vielen Betrieben Gang und Gebe zu sein. Und das ist das wirklich traurige daran. Die Berufe an sich sind einfach toll.

Als Koch kann man kreativ sein, kann viel Neues entdecken, sich selbst verwirklichen- wenn man nicht durch den Chef ausgebremst wird.

Als Hotelfachfrau hat man so viele Möglichkeiten! Man kann die Welt auf einem Kreuzfahrtschiff bereisen, man kann in den besten Hotels der Welt arbeiten.

Als Restaurantfachfrau hat man mit so vielen Menschen zu tun, Stammgäste zu haben ist wirklich schön und bereichernd. Man hat die Möglichkeit so manchem Promi ganz nah zu sein.

Fachkraft im Gastgewerbe

Ist das nicht so ein Hilfsjob? Leider hat dieser Beruf oft den Beigeschmack eines Helferjobs. Er sei nicht vollwertig genug. Sollte einem dies wichtig sein, kann man noch ein Jahr Ausbildung (Hotelfach oder Restaurantfach) dranhängen. Es kommt immer darauf an, was man möchte. Möchtest du in einem hippen Laden als Barista oder Barkeeper arbeiten? Möchtest zu in die Systemgastronomie wechseln? Dies sollte in den meisten Fällen kein Problem sein- denn hier kommt es auf dich als Mensch an. Viele große Betriebe haben ihre eigenen Trainee Programme, für die eine Fachkraft Ausbildung völlig ausreichend ist.

Ich befürchte, dass der Ruf der Gastronomie so schlecht ist, und man deswegen schlecht neue Mitarbeiter findet. Viele sehen die Arbeit als Nebenjob an. “Kellnern kann doch jeder!” Damit ist es aber eben nicht getan. Unsere Arbeit wird so oft verharmlost. “Ein Café aufmachen, das ist mein großer Traum!” Wenn man dann in seinem Café steht und die Gäste einem die Bude einrennen- alle auf einmal- dann wird’s eng. Oder wenn die Gäste ausbleiben, weil die Getränke nicht schmecken- dann wird’s auch eng. Man bekommt meistens sofort Feedback. Jeden Tag sieht man glückliche oder unglückliche Gäste. Manche sagen einem direkt ins Gesicht was sie von dir und deinem “Saftladen” halten. Wir sind Schuld, wenn das Wetter schlecht ist oder wenn kein Fensterplatz frei ist. Wir sind Schuld, wenn die Tischnachbarn zu laut reden oder gar ein Baby plärrt.

Wir sind nicht nur “Kellner”. Wir sind Berater, Freunde, Psychologen und Prellböcke. Das ist genau das was man entweder liebt oder hasst. Willst du das alles nicht sein, dann bist du in der Tat falsch in der Gastronomie.

Gäste statt Kunden

Aber in Bremen ist doch alles anders. Da werden Mitarbeiter “im Verkauf” gesucht. Hier ist gar nichts anders. Vielleicht auch nur, weil Sascha und ich Gastronomen sind. Geht nicht, gibt’s nicht und so. Das leben wir vor. Wir sind auch in Bremen Gastgeber und haben keine Kunden sondern Gäste. Viele Mitarbeiter im Einzelhandel scheinen sich eher als der Mittelpunkt des Ladens zu sehen. Kunden stören häufig nur beim Plausch mit dem Kollegen. “Das ist nicht meine Abteilung!”, “Sorry, ich habe jetzt Pause!” Vielleicht bin ich voller Vorurteile, jedoch habe ich genau das nur allzu häufig gesehen. Manche Verkäufer sind penetrant und dazu noch fachlich inkompetent. Manche geben bloß Handzeichen oder stellen “Kasse geschlossen” Schilder auf, statt mit mir zu reden. Was für ein Alptraum!

Man merkt, dass dies ein emotionales Thema für mich ist. Ich komme vom Hundersten ins Tausendste.

Was ich eigentlich sagen will…

ist, dass wir zwei Ausbildungsplätze zu vergeben haben. Diese vergeben wir nicht an den Klassenbesten, sondern an den- oder diejenige die zu uns passt. An jemanden der Lust auf den Beruf hat, der Gäste mag, der sich für Delikatessen interessiert, der bereit ist Neues zu lernen.

Wo seid ihr, ihr tollen Menschen? Schaut euch unser Video an und dann meldet euch bei uns! Wir warten sehnlichst auf euch!

Autor: Nadine

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Geburtstagsgeschenke für schwierige Menschen

Letzte Woche hatten Sascha und ich Geburtstag. Sascha am 24.1 und ich am 25.1.- das ist praktisch, oder? Wir feiern seitdem wir ein Paar sind, also seit beinahe zehn Jahren, unsere Geburtstage gemeinsam. Ich liebe Geburtstage! Meinen nicht weniger als den von Sascha oder den Kindern. Geschenke kaufen macht mir auch unheimlich Spaß. In den Geschäften schlendern und schauen was es Schönes gibt, das finde ich einfach toll. Wir gehen ja wirklich meistens in echten Geschäften einkaufen und besorgen eher selten etwas online. Geschwärmt habe ich davon bereits in meinem Weihnachtspost.

In den Jahren bevor wir Eltern waren haben wir uns oft “Erlebnisse” statt Materiellen Dingen geschenkt. Ein Städtetrip oder ein Restaurantbesuch. Oder wir haben uns einen schönen Gin gekauft oder eine tolle Schokolade.

Wenn es doch bloß noch so einfach wäre!

Ein Wochenende in London, das wäre doch was! Ach, verdammt, geht nicht. Wir haben zwei Kinder. Okay, es würde schon gehen, ist aber mit einigem Aufwand verbunden, weil die Omas einspringen müssen um die Kinder zu betreuen. Mit Baby noch nicht so einfach. Im übrigen benötigen wir die Omas schon für viele andere Tage. Normale Arbeitstage für mich zum Beispiel. Oder wenn die Kinder krank sind und wir einen wichtigen Termin haben oder oder oder. Nein, das ist mir zu kompliziert.

Dann gehen wir eben Essen in einem besonderen Restaurant. In den meisten die in der Umgebung von Bremen und Oldenburg sind waren wir bereits. Alles was weiter weg ist, Hamburg zum Beispiel, wäre wieder mit höherem Aufwand verbunden. Fahren will ja auch keiner, also müssten wieder die Omas herhalten.

Wie wäre es mit dem Klassiker? Eine Flasche Schnaps. Oder ein guter Rotwein. Gin? Whiskey? Schokolade? Olivenöl? Verdammt, das steht alles bereits bei uns im Laden!

Sascha habe ich früher auch gern einen schönen Kalender oder ein Notizbuch geschenkt. Jetzt machte er alles mit seinem Smartphone…. Kein weiterer Kommentar nötig.

Socken? Krawatte? Parfüm? Hilfe!

Es ist wirklich nicht leichter geworden ein passendes Geschenk zu finden. Ich behaupte, dass Sascha es noch einfacher hat als ich. Ich benutze zumindest noch Notizbücher, Stifte und einen Filofax. Bücher gehen bei mir auch immer. Und alles was Frauen sonst so mögen. Alles, außer Musicals. Das bitte nicht….

Die Lösung

Meine Lösung in diesem Jahr war mehr als unromantisch und sogar ein weinig traurig. Es gab nur ein schönes Badeöl und eine Karte. Mir wollte einfach nichts einfallen. Und um entspannt in den Geschäften zu stöbern habe ich die Zeit nicht gefunden. Traurig! Mimimimimimimi!

Unsere Freunde waren da kreativer. Wir bekamen wirklich schöne Geschenke! Ein Restaurantgutschein, einen Ausflug nach Neuwerk, eine Inspirationstüte von Mutterland, eine tolle Wandhalterung für eine Kerze und einen Kartbahnbesuch. Herrlich! Alle haben sich Gedanken gemacht und darüber sind wir wirklich glücklich.

Damit sich meine Geschenkedrama nicht wiederholt, werde ich einfach das ganze Jahr über die Augen aufhalten und etwas kaufen wenn ich etwas Schönes finde, was zu Sascha passt. Wahrscheinlich ist es meistens so, dass die besten Geschenke uns finden und nicht wir sie. Zu Spirituell? Mag sein, ich glaube trotzdem daran.

Autor: Nadine

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Pläne für 2019

Meine allerliebste Unternehmeraufgabe? Planungen aller Art! Ich liebe es einfach Dinge zu organisieren und Aufgaben zu planen. Dabei vergesse ich so richtig die Zeit und sprühe vor Energie. Aus diesem Grund mag ich den Januar am Liebsten. Der Januar ist für Sascha und mich die Zeit für unsere Jahresplanung.

Gestern, Heute, Morgen

Wir nutzen den ruhigen Monat, um uns einen ganzen Tag lang den Fragen unserer Zukunft zu stellen. Doch bevor wir uns diesen widmen müssen wir das letzte Jahr rekapitulieren. Selbstreflektion ist hier wichtig. Auf Teufel komm raus sein Ding zu machen, kann vielleicht funktionieren, ich denke jedoch nicht, dass dies der richtige Ansatz ist.

Unsere Jahresplanung machen wir nun das dritte Mal. Ich habe ein Konzept für uns erarbeitet, welches uns über das vergangene Jahr, über den heutigen Stand und über unsere Zukunftspläne sprechen lässt.

Unsere Agenda für die Jahresplanung 2019:

  • Rückblick 2018
  • Auswertung und Analyse der Zahlen
  • Umsatzplanung/ Personalplanung für 2019
  • Ideen und Pläne für 2019
  • Zielsetzung für 2019
  • Wie können wir unsere Gäste in diesem Jahr #dickbetrunkenundglücklich machen?

Stelle die richtigen Fragen, dann findest du Antworten

Der Rückblick und die Planung des neuen Jahres sind für uns mehr als eine Plan BWA zu erstellen, indem wir Zahlen von links nach rechts schieben. Es sind emotionale Themen für uns. Nur durch Fragen, die wir uns selbst stellen, bekommen wir Ideen für die Zukunft. Wir fragen uns:

  • Was war unser größter Erfolg?
  • Was war unsere größte Herausforderung? Wie haben wir diese erfolgreich gemeistert?
  • Was würden wir im kommenden Jahr nicht wieder machen?
  • Wie sah unser Privatleben aus?
  • Wie geht es unserem Team? Wie können wir sie glücklicher machen?
  • Welche Gästebeschwerden gab es?
  • Was wünschen sich unsere Gäste von uns?
  • Entspricht der Heimathaven von heute unserer Vision?

Dies sind nur ein paar Beispiele- tatsächlich gehen unsere Fragen noch tiefer ins Detail. All das spiegelt unser Unternehmen wieder. Sind wir auf dem richtigen Weg? Heimathaven ist unsere Leidenschaft und eben einfach mehr als eine Einkommensquelle.

Bücher sind meine Leidenschaft. Ich lese Bücher seit ich lesen kann. Seit ungefähr dreißig Jahren. Erst viele Jahre später wurde mir klar, dass es “Solche und Solche” Bücher gibt: “Lies mehr Bücher!” sagte mein damaliger Vorgesetzter zu mir – in einem Beurteilungsgespräch, indem es um eine eventuelle Beförderung ging. Ich verstand den Rat nicht, ich war zu jung oder zu sehr von meiner Leistung überzeugt, als dass ich den Rat ernst genommen hätte. Dennoch blieb der Rat hängen- er tauchte immer wieder in meinen Gedanken auf. Bis ich ihn eines Tages verstand. Nachdem wir Heimathaven gegründet haben und nachdem ich sicher schon zehn Bücher, die sich mit Unternehmensführung, Personalführung und dem Sinn des Lebens beschäftigen, gelesen hatte.

Es begann mit einem einzigen Buch. Eine ganz neue Welt öffnete sich. All diese Bücher brachten mir Ideen, Inspirationen und neue Gedanken. Sie veränderten meinen Blick auf die Welt und den Blick auf mich selbst.

So kam ich auf unser Konzept der Jahresplanung. Immer wieder passe ich es an, füge Fragen hinzu oder streiche Dinge, die wir längst geklärt haben.

Kreativität braucht Chaos

Das trifft definitiv auf mich zu. Ich nutze sämtlich Optionen um mir Dinge zu merken oder um Ideen zu notieren. Notizhefte, meinen Kalender, die Notizapp im Smartphone, Trello. Dann setze ich mich irgendwann hin und versuche in dieses Wirrwarr Ordnung zu bringen und sortiere alles zu. Vielleicht ein bisschen freaky das toll zu finden, oder? Habt ihr auch solche Macken? Wie organisiert ihr euer Chaos?

Wahrscheinlich gehört das dazu, wenn man ein Unternehmen führt. Man stellt selbst alles in Frage, man bekommt Feedback von seinem Team und von den Gästen. Vieles ist bloß Kleinkram, erscheint vielleicht sogar unwichtig. Ich bin davon überzeugt, dass eben genau dieser “Kleinkram” am Ende den Unterschied macht. Deswegen ist er es wert notiert und überdacht zu werden.

Autor: Nadine

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Jahresrückblick 2018

Schon wieder ist ein Jahr vergangen. Für uns definitiv ein Jahr voller Ereignisse. Geht es nur mir so, oder seid ihr zwischen den Feiertagen auch immer ein wenig ruhiger und nachdenklicher? Es ist jedes Jahr ein wenig so, als würde die Welt angehalten um sich dann langsamer zu drehen als zuvor. Dieser Effekt hält leider nur bis zum Beginn des neuen Jahres an.

Januar

Von Jahresplanungen und Weihnachtsfeiern

Der Januar war bei mir voll mit selbst gesetzten Deadlines. Ich war in der 36. Woche schwanger und wusste, dass ich nur noch bis zur Entbindung Zeit habe um einige wichtige Dinge abzuschließen. Gedanklich hatte ich das ganze Jahr 2018 für mich abgehakt. Mit Baby und Kindergartenkind würde es eng werden. Umso dankbarer bin ich, dass dieses Jahr so gut für uns verlaufen ist. Ich konnte nach ein paar Wochen beginnen von zu Hause aus zu arbeiten, im Sommer war ich regelmäßig in Oldenburg und habe zumindest ein paar Gespräche geführt und nach dem Rechten geschaut.

Zwei wichtige Termine finden außerdem im Januar statt: die Jahresplanung für Heimathaven- Sascha und ich nehmen uns einen Tag Zeit um zu reflektieren, das letzte Jahr Revue passieren lassen, von der Zukunft zu träumen. Wir haben uns dafür entschieden uns nicht zu vergrößern, sondern Heimathaven an sich zu verbessern. Dies wird auch für unsere Jahresplanung 2019 wieder auf der to-do Liste stehen. Wir sind noch nicht da wo wir sein wollen.

Der zweite große Tag im Januar (eigentlich sind es sogar zwei große Tage) war unser Geburtstag. Wir haben groß gefeiert, mit den Teams aus unseren Läden und mit unseren Freunden und der Familie. Wir legten das in diesem Jahr zusammen weil Sascha und ich zusammen 75 Jahre alt wurden.


Februar

Unsere Familie ist endlich komplett

Am 13. Februar war es dann endlich soweit und unser wunderbares kleines Mädchen Carlotta wurde geboren. Ich verbrachte den Rest des Monats mit der kleinen im Bett und Sascha kümmerte sich einfach um alles andere. Die Läden, Leo, den Haushalt, das Essen…

März

Die Ruhe vor dem Sturm

Der März war privat ein ruhiger Monat. In Oldenburg haben wir unser Osterfrühstück geplant- ausnahmsweise bestimmen wir was auf den Frühstückstisch kommt!

April

Ach, du schöne Osterzeit

Die Osterzeit ist für mich eine Zeit des Erwachens. Die Bäume und Blumen fangen an zu blühen, die Luft wird wärmer. Ich habe das Gefühl, dass alle Welt aufatmet, sich wieder raus in die Sonne setzt und sich für den Sommer bereit macht.

In Oldenburg bauen wir unsere große Terrasse auf. Dies hat sich gelohnt in diesem Jahr, es war ganz schön warm. Das haben wir auch privat genutzt und waren viel im Garten und draußen unterwegs.

Ich war im April das erste Mal wieder in Oldenburg und habe eine Bestandsaufnahme gemacht. Natürlich war Sascha in der Zwischenzeit auch regelmäßig da, dennoch ergänzen wir Zwei uns gut. Jeder hat einen anderen Blick auf die Dinge. Das ergibt eine gute Mischung und wir schaffen es selbstkritisch zu bleiben.

Außerdem waren wir im April bei den Vintage Race Days in Rastede. Dort gab es von uns Stullen, Craft Beer, Kaffee und Kuchen. Bei bestem Wetter konnte man zahlreiche Vorkriegsrennwagen bestaunen. Es finden mehrere, unterschiedliche Rennen statt, die ein wenig nostalgisch werden lassen. Es ist laut, manchmal wird es dreckig, aber vor allem macht es Spaß! Begleitet wird das Ganze von einer kleinen Landpartie.

Mai

Familienzeit

Im Mai war es bereits so warm, dass wir mit den Kindern an den Strand nach Cuxhaven fahren konnten. Ich liebe Cuxhaven, das mag aber daran liegen, dass ich dort vor einigen Jahren meine Ausbildung zur Hotelfachfrau im Badhotel Sternhagen absolviert habe. Damals habe ich den Strand meistens nur im Licht der Sterne gesehen, das hole ich bis heute jeden Sommer nach!

Juni

Sommer, Sonne und Polospiele

Im Juni war der Bremer Polocup. Dort haben wir ein Catering übernommen und auch wieder einen Stand gehabt mit Stullen, Kuchen, Gegrilltem und guten Getränken.

Für Carlotta haben wir ein Willkommen-im-Leben-Fest ausgerichtet. Wir haben beide Kinder nicht taufen lassen, wir wollten sie trotzdem auf der Welt begrüßen. Alle Freunde und die ganze Familie kam in unseren Garten um den ganzen Tag mit uns zu feiern. Leider hatten wir uns das schlechteste Wochenende des Jahres dafür ausgesucht- das einzige ohne Sonnenschein. Es war dennoch ein toller Tag für uns alle!

Juli

Ankommen in der Unternehmerwelt

Wir hatten ein Fotoshooting in Bremen. Es ging hauptsächlich um unser Logo und das ganze Design der Marke. Dabei entstanden tolle Bilder, unter anderem unser Lieblingsbild.

Ich komme langsam wieder an in unserer Heimathaven Welt. Es tut mir gut, etwas anderes als volle Windeln zu sehen. #workingmum ist für mich etwas positives. Ich liebe es in unterschiedlichen Welten zu leben. In der Mama Welt und in der Unternehmer Welt. Etwas besseres kann ich mir nicht vorstellen und das Eine bedingt für mich das Andere.

August

Ausnahmezustand in Oldenburg

Der August ist der “Partymonat” in Oldenburg- am letzten Wochenende im August findest das Stadtfest statt und es herrscht Ausnahmezustand. Es fühlt sich ein wenig an wie Karneval- nur ohne Kostüme. Okay, ich kenne mich weder mit Karneval gut aus, noch kannte ich das Stadtfest- bis 2013. Dennoch kann ich sagen, dass es sich einfach so anfühlen muss. Unser Laden verwandelt sich in eine große Bar und wir öffnen erst am Nachmittag unsere Türen. Unser Frühstück muss an diesen Tagen leider ausfallen und auch am Sonntag bleibt der Heimathaven zu. Nicht um unseren Rausch auszuschlafen sondern um das Chaos zu beseitigen. In diesem Jahr hatten wir eine Kooperation mit Brew Dog– es gab bestes Craft Beer vom Fass und gute Stimmung gratis dazu.

Ich begann im August damit den Blog und den online Shop aufzubauen. Manche Dinge fehlen bis heute- unsere Präsente zum Beispiel. Daran arbeiten wir im nächsten Jahr, darauf freue ich mich schon. Das wird ein tolles Projekt, welches mir sehr am Herzen liegt. Es scheiterte an der Zeit und an der Qualität der Fotos. Alles allein zu machen ist zwar meistens kostengünstiger, kostet aber viel Zeit- wenn man sich neue Fähigkeiten erst aneignen muss.

Beim alljährlichen Sommerfest von Cross Coffee hatte Sascha tatkräftige Unterstützung von Leo. Er ließ die Gäste von unserer Karamellcreme kosten und fragte ob es ihnen schmecken würde. Als sie dann “Ja” sagten, fragte er, ob sie ein Glas kaufen möchten. Dies verneinten sie. Daraufhin sagte Leo: “Gut, dann könnt ihr ja weitergehen!” Herrlich! Das muss er vom Vater haben.

September

Unser eigener Tee wartet auf euch

Unser eigener Tee geht an den Start! Wir haben wochenlang probiert, über Namen nachgedacht, das Design entwickelt (entwickeln lassen) und Dosen befüllt. Zur Landpartie Gut Horn war es dann soweit und der Tee wurde das erste Mal von uns vorgestellt und in den Läden verkauft. Wir sind stolz auf das Ergebnis und bis heute habt ihr schon den ein oder anderen Lieblingstee für euch entdeckt. Wir haben 22 Sorten bester Qualität für euch im Sortiment. Von klassischen Schwarztees über Kräutertees bis hin zum exklusiven milky Oolong Tee ist für jeden etwas dabei. Die Tees gibt es in Dosen, die sogar nachgefüllt werden können, in den Läden zu kaufen oder ihr könnt sie direkt in Oldenburg trinken- zum Frühstück, mit einem Stück Kuchen oder einfach so.

Oktober

Jahrestag von Holtorfs Heimathaven

Am 26. Oktober 2017 öffneten sich in Bremen das erste Mal die Türen des Traditionsgeschäftes Holtorf unter der Heimathaven Flagge. Nun ist das erste Jahr rum. Wir kommen jeden Tag zu gern in den wunderschönen Laden. Es riecht nach vergangenen Zeiten und verspricht dennoch eine schöne Zukunft. Wir verkaufen frische Succade und Orangeat- als einziges Geschäft in Bremen. Wir kämpfen mit der Mohnmühle, die schon einige Jahre auf dem Buckel hat und sich nur mit so manchem Trick bedienen lässt. Wir freuen uns über alte und neue Gäste. Unsere Tastings sind beliebt und meistens schnell ausgebucht. Wir wagen den Spagat zwischen Tradition und Digitalisierung. Es gibt auch hier noch viel zu tun, das Fundament dafür steht.

Das Jahr nähert sich dem Ende, da sind wir nochmal schnell zu viert in den Urlaub geflogen. Wir haben eine wunderbar erholsame Woche auf Madeira verbracht. Haben gut gegessen, waren den ganzen Tag draußen und haben nochmal richtig Kraft tanken können für die Vorweihnachtszeit.

Sascha besuchte die Bar Convent Berlin.  Was für ein anstrengender Tag für ihn! All der Gin, Whiskey und Korn muss ja von probiert werden. Nur das Beste suchen wir für euch aus- in dem Falle das was Sascha am besten geschmeckt hat und wovon er am nächsten Tag keinen  nur einen kleinen Kater bekommen hat.

November

Die Weihnachtsmänner kommen

Leo hat Geburtstag. Schon der 5. Da hatten wir zwei Tage volles Haus. An einem Tag kam die ganze Familie und am nächsten Tag trudelte die Kinderschar ein. Wir mussten uns ganz schön ins Zeug legen um 8 wilde Jungs zu bändigen und zu beschäftigen. Auch hier zeigte sich, dass wir gemeinsam am stärksten sind. Wie sagen wir immer so schön? “Jeder kann was!”

Die Weihnachtsmänner trudeln in den Läden ein. Bereits im Sommer bestellt kommen nun endlich unsere handgemachten Weihnachtsmänner an. Es ist so ein schöner Anblick. Das bunte Stanniolpapier lieben alle und ehe wir uns versehen sind die Männer auch schon verkauft. Ob groß oder klein, keiner kann die Finger von ihnen lassen.

Seit November bin ich fest an einem Tag der Woche in Oldenburg und an einem Tag in Bremen. Das gibt mir das Gefühl wieder richtig dabei zu sein. Ich sammele in den zwei Tagen so viele Ideen, mein Notizheft ist immer dabei und wird fleißig gefüllt. Wenn ich dann im Home Office bin versuche ich Ordnung in meine Ideen und Gedanken zu bekommen. Vieles ist dabei, was ich gern mit Sascha besprechen möchte. Dafür ist in diesem Jahr kaum Zeit gewesen. Meine Liste für das kommende Jahr ist also lang und wir werden uns ab Januar einmal im Monat zusammen setzen und unsere Ideen und to dos besprechen.

Dezember

Das beste Team der Welt

Das Vorweihnachtsgeschäft ist in vollem Gange. Präsente werden geordert, Ware muss nachbestellt werden. Ich liebe diese hektische Zeit. Oft sind wir alle produktiver wenn es stressig wird. Vieles wird vergessen, wenn es zu ruhig wird. Das merke ich auch an unseren Teams. Die Oldenburger und Bremer schaffen es neben den vielen, glücklichen Gästen noch Chai Tee (psst, den gibt`s auch bald zu kaufen!) zu mischen, unseren Limonadensirup zu kochen, Holtorfs Müslimischung abzufüllen und Karamellcremegläser mit Etiketten zu bekleben. Janett und Pascal ergänzen sich wunderbar, fast wie Sascha und ich. Wir sind unglaublich dankbar für ihre Leistung und ihre Integrität. Unterstüzt werden sie vom besten Team der Welt- in der Küche (die einfach immer alles im Griff haben), im Service (die stets gut gelaunt sind und Teamwork als Selbstverständlich erachten). Dies gilt für alle Bremer und Oldenburger: ohne euch wären wir nicht da wo wir heute sind! Danke, danke, danke!

Fazit

Wo war Sascha in der ganzen Zeit? Arbeiten! Es war für uns als Familie ein hartes Jahr. Dadurch dass ich sehr wenig gearbeitet habe, hat Sascha umso mehr arbeiten müssen. Dies war uns von Anfang an klar und eine bewusste Entscheidung. Wir haben gemeinsame Momente genossen und sind als Unternehmerteam und Familie zusammen gewachsen.

Es war ein durch und durch erfolgreiches Jahr für uns. Dennoch ist meine Liste für unsere Jahresplanung 2019 lang und es gibt genug Verbesserungswürdiges. Dazu berichten wir demnächst mehr.

Bis dahin wünschen wir euch einen tollen Silvesterabend und einen fantastischen Start in das neue Jahr! Auf das sich all unsere Wünsche und Träume erfüllen mögen!

Autor: Nadine

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Unser Weihnachten

Weihnachten… Allein das Wort klingt für mich so festlich, so feierlich. Ich muss dabei an leuchtende Weihnachtsbäume, an Gold und Glitzer denken. Der Duft von Selbstgebackenem und Rotkohl liegt in der Luft. Kerzen werden angezündet, alle kommen zur Ruhe. Der Stress der vergangenen Tage liegt hinter uns…

Unsere Familien sind seit eh und je recht flexibel was die Planung der Feiertage betrifft. Die meisten von uns arbeiten nicht in den typischen nine-to-five Berufen. Wir arbeiten in der Gastronomie, in Krankenhäusern und Altenheimen. Alles Berufe an denen man keine Feiertage und kein Wochenende kennt.

“Heiligabend sind wir aber immer unter uns!”

Das gibt es bei uns einfach nicht. Es geht uns an Weihnachten nicht darum auf Prinzipien zu reiten. Es geht uns darum mit unseren Familien zusammen zu sein! Egal an welchem Tag. Es gab schon Weihnachtsfeste am 27.12.- weil es uns wichtig ist, auf Diejenigen, die arbeiten Rücksicht zu nehmen. So planen wir um die jeweiligen Dienstpläne einfach drum herum.

In diesem Jahr werden wir an Heiligabend mit meiner Familie zusammen sein. Es wird voll bei uns- wir sind 11 Erwachsene und 4 Kinder. Wir treffen uns zum Kaffeetrinken, dann folgt die Bescherung. Ich hoffe wir können alte Traditionen wahren und ein paar weihnachtliche Lieder singen oder Gedichte hören. In den letzten Jahren haben wir ganz klassisch Gans mit Rotkohl und Knödeln gegessen. In diesem Jahr haben wir uns auf Grünkohl geeinigt. Meine Familie ist die typische “Kartoffelsalat und Würstchen Fraktion”. Sascha und ich gar nicht. Da wir es allerdings entspannt angehen lassen wollen, gibt es eben unser aller Zweitliebstes Gericht: Grünkohl! Das macht sich ja fast von allein.

Am ersten Weihnachtstag ist dann unser kleiner Familientag. Wir sind noch dabei unsere eigenen Traditionen zu finden. Eines ist uns jedoch wichtig:

Ein Blick zurück- wofür sind wir dankbar in diesem Jahr? Was waren weniger schöner Momente?

Darüber sprechen wir mit unseren Kindern. Wir wollen dankbar sein für die schönen Momente, für die glücklichen Begebenheiten. Wir wollen an jene erinnern, die in diesem Jahr von uns gegangen sind. Gleichzeitig ist da die Vorfreude auf das was vor uns liegt.

Wir werden einen schönen Spaziergang machen, eine Weihnachtsgeschichte lesen. Auch bei uns gibt es dieses Jahr keinen Braten, es gibt Käse Fondue. Und Bratäpfel. Nach der Bescherung, wenn die Kinder schlafen, werden wir uns mit einem schönen Glas Wein hinsetzen, Frank Sinatra hören und über Gott und die Welt reden.

Seit 2013 kaufen wir jedes Jahr einen besonderen Baumschmuck. Einen Anhänger, der uns an das vergangene Jahr erinnert. Mittlerweile sind ein paar Anhänger zusammen gekommen. Der erste war der Baby Junge- Leo kam in dem Jahr zur Welt. In diesem Jahr kam ein Baby Mädchen dazu- Carlotta wurde geboren. Und eine Sternschnuppe- meine Oma ist vor kurzem von uns gegangen. So finden sich an unserem Baum schöne und traurige Momente wieder.

Am zweiten Weihnachtstag fahren wir zu Saschas Familie. Auch dort werden wir wieder gemeinsam essen. Am meisten freue ich mich über den selbstgemachten Eierlikör von Saschas Mama. Es gibt einfach keinen besseren. Das Rezept gibt es weiter unten.

An dem Weihnachtsbaum von Saschas Eltern sind immer echte Kerzen. Das gibt eine ganz besondere Stimmung, die ich sehr mag. Ich kenne das von mir zu Hause gar nicht, da gab es immer schon Lichterketten. So freue ich mich also über die Abwechslung und staune wie ein kleines Kind.

Heute habe ich alle Geschenke verpackt. Ich freue mich sehr darauf, wenn diese ausgepackt werden. Hoffentlich gefällt allen, was wir für sie ausgesucht haben. Nur noch dreimal schlafen… Mit 35 fühle ich mich manchmal doch wieder wie das kleine Mädchen, was einfach nicht abwarten kann und schon ganz aufgeregt ist.

Weihnachten, und schließlich Silvester, ist für mich der feierliche Abschluß eines Jahres. Altes lassen wir hinter uns, Neues liegt vor uns. Wie ein leeres Buch, welches darauf wartet gefüllt zu werden. Die Welt steht einem offen. Man kann alles lassen wie es ist oder alles ändern. Man kann mutig sein oder vorsichtig. Wir haben alle Möglichkeiten.

Wir wünschen euch ein wunderbares Weihnachtsfest- mit allem Glanz und Gloria. Genießt den Moment, legt das Smartphone zur Seite und seid einfach #dickbetrunkenundglücklich!

Das geheime Eierlikörrezept

Zutaten:

5 ganze Eier

5 Eigelb

2 Packungen Puderzucker

1/4l Weingeist

3 Becher Sahne

Mark 1 Vanilleschote

evtl. 1 Prise Safran

Die Eier und das Eigelb mit dem gesiebten Puderzucker schaumig schlagen. Weingeist einrühren. Die halbfest geschlagene Sahne unterheben und den Likör in Flaschen füllen. Im Kühlschrank ist er 6-8 Wochen haltbar.

Autor: Nadine

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#Weihnachtsgeschenke

Habt ihr schon alle Geschenke beisammen? Seid ihr alle schön artig gewesen? Bekommt ihr wohl Geschenke? Mögt ihr Geschenke oder findet ihr, dass das alles bloß Geldmacherei ist? Seid ihr gar Weihnachstmuffel?

Wir mögen es Geschenke zu machen

Ja, wir lieben es anderen eine Freude zu machen. Dabei ist es ganz egal ob es sich dabei um unsere Kinder, unsere Eltern oder unsere Gäste handelt. Wir bringen gern Kleinigkeiten mit, wenn wir eingeladen werden. Wir besorgen gern Geschenke für einfach so zwischendurch.

Ich habe mich im November hingesetzt und eine Liste gemacht- mit Geschenken für die Kinder. Darunter sind, vor allem bei Carlotta, viele praktische Dinge. Vor allem Kleidung und ein neuer Schlafsack. Alles andere haben wir im Grunde schon. Babyspielzeug haben wir von Leo aufbewahrt. Das ist noch in Ordnung und kann weiter bespielt werden. 

Zu viel Spielzeug in den Kinderzimmern?

Leo hat sich natürlich auch hingesetzt und einen Wunschzettel erstellt. Er hat Bilder aus Werbeprospekten ausgeschnitten und aufgeklebt. Leider ist es so, dass Fünfjährigen immer alles gefällt und sie auch stets alles gebrauchen können. Ich mag zu viel Spielzeug nicht. Natürlich möchte ich leuchtende Augen am Heiligabend sehen, aber schafft man das nur durch (oft unnötiges) Spielzeug? Wir achten schon darauf, dass sich nicht zu viel Kram in seinem Zimmer häuft. Bespielt werden bei uns stets die gleichen Dinge (siehe unsere Geschenkideen), alles andere ist nur für einen kurzen Moment spannend.

“Ich habe alle Geschenke bei Amazon gekauft dieses Jahr!”

Ui, das habe ich mehrfach gehört. Ich kann es ja verstehen. Abends gemütlich auf der Couch übers Handy schnell die Liste für die bucklige Verwandschaft in Amazon eingetippt, übermorgen stellt es der gestresste Postbote vor die Tür. Fertig. Ich will auch gar nicht sagen, dass diese Geschenke nicht mit Liebe ausgesucht wurden. Wahrscheinlich wurden sie, man hatte nur einfach keine Zeit oder Lust sich in die überfüllten Innenstädte zu quetschen. Parkplätze sind auch rar… Und kalt ist es außerdem. Und in den Kaufhäusern ist die Luft immer so stickig. Ich schweife ab… Was ich sagen will: Ja, ich verstehe euch. Aber für uns ist das nichts.

Sascha und ich haben uns also auf den Weg in die Stadt gemacht um Geschenke zu besorgen. Nur für die Kinder. Die Erwachsenen in unseren Familien schenken sich nichts mehr. Sascha und ich schenken uns schon was, da gehen wir aber natürlich getrennt los.

Da standen wir also. In der Spielerei im Viertel. Tolle Sachen gab es da, aber leider nichts was für Leo passte. Nächster Laden Spielwaren Wichlein – Reizüberflutung. Ich liebe Inhabergeführte Spielzeugläden. Im Vergleich zu den großen Ketten, merkt man wie liebevoll alles ausgesucht wird. Es gibt viele schöne Dinge, die man vorher nicht kannte. Viele Kleinigkeiten, die uns und den Kindern Freude machen.

Wir mussten dennoch diskutieren. Kaufen wir das was auf der Wunschliste steht? Um Erwartungen zu erfüllen, obwohl wir wissen, dass damit nicht lange gespielt wird? Sollte man an Weihnachten überhaupt Erwartungen haben? Geht es beim Schenken und Geschenke empfangen nicht um etwas Anderes? Ist es nicht viel schöner, wenn man etwas bekommt das man nicht erwartet hat und der Schenkende sich wirklich Gedanken gemacht hat? 

Das haben wir dann auch getan. Uns Gedanken gemacht. Was würde Leo wirklich eine Freude machen? Uns ist etwas eingefallen. Wir haben viele kleine, schöne Dinge gekauft und noch ein großes Teil in einem Sportgeschäft. Ich freue mich schon so sehr darauf, wenn er das Geschenk öffnet. Wir sind uns sicher, dass wir das Richtige gefunden haben. Es stand nicht auf seiner Liste. Er erwartet es nicht und dennoch scheint es (hoffentlich) perfekt für ihn zu sein. 

Unsere Geschenkideen für Groß und Klein

Für Kleine (4-5 Jahre):

#Kapla Steine

#Aquarell Farben und Papier

#TipToi (kann man auch gut mit den Kindern gemeinsam anschauen)

#Richtiges Werkzeug (Laubsäge, Akkuschrauber)

#Kaufmannsladen oder Kinderküche

#Digitalkamera für Kinder

#Fahrrad


Für Große:

#Besondere Spirituosen aller Art (was sonst?!)

#Zeit zu Zweit 

#Gin Tonic oder Craft Beer Tasting

#Ein gutes Buch- welches man selbst gelesen hat!

#supportyourlocaldealer

Wir haben all unsere Geschenke in “richtigen” Geschäften gekauft. Wir haben gestöbert, geschaut und ausprobiert. Dabei konnten wir Neues entdecken, welches uns online wahrscheinlich verborgen geblieben wäre. Der Algorithmus zeigt uns ja doch immer nur das, was uns bereits gefällt. Die Stadt war voll, ja. Das nervt- kommt man aber nicht drum rum. Doch, in der Zukunft vielleicht schon, wenn die Innenstädte verwaist sind und die Menschen einsam zu Hause vor ihren Laptops sitzen um ihre Einkäufe zu erledigen.

Wir haben mit Verkäufern gesprochen, andere hilflose Eltern gesehen und uns weniger allein gefühlt. Wir hatten Zeit zu Zweit und waren Mittagsessen und Kaffee trinken. Es war ein schöner Tag, der uns durch den Einkaufsbummel in Erinnerung geblieben ist. Ein Abend am PC bliebe wohl nicht hängen…

Autor: Nadine

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